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Organspender: Neuer Tiefstand im Saarland erreicht

Die Zahl der Organspender im Saarland ist im Jahr 2013 offenbar auf einen neuen Tiefstand gesunken. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) der Saarbrücker Zeitung auf Anfrage mitteilte, sind in diesem Jahr bis Ende November erst acht Personen, bei denen die entsprechende Einwilligung vorlag, nach dem Tod Organe entnommen worden. Im Vorjahr waren es neun Personen gewesen, 2011 noch 16 und 2010 war ein Spitzenwert von 21 Spendern im Saarland von der DSO in Frankfurt am Main verzeichnet worden. Offenbar haben die verschiedenen in der Zwischenzeit bekannt gewordenen Organspendeskandale, in denen Ärzte nach eigenem Gutdünken und nicht nach medizinischer Dringlichkeit Organe vergaben, zu dem Einbruch der Spenderzahl um mehr als die Hälfte geführt.

Nach den Statistiken der DSO ist der Spenderrückgang im Saarland und in Bremen im Vier-Jahres-Vergleich zu den anderen Bundesländern am stärksten ausgeprägt. Dennoch bewertet Dr. Undine Samuel von der DSO den offenbar gestoppten Rückgang im Saarland von 2012 bis Ende 2013 als positiv. „Der derzeitige Stand ist ermutigend. Bis zum heutigen Tage hat es hier im Gegensatz zu Deutschland insgesamt keinen Einbruch der Organspendezahlen gegeben. Allerdings darf man aus diesen Zahlen nicht schließen, dass es jetzt immer so weitergehen wird“, so Samuel in der Dezember-Ausgabe des „Ersatzkasse- Report“ des Verbands der Ersatzkassen.

Die Frage, ob eine Organspende sinnvoll sei, erübrige sich, wenn man vor jemandem stehe, der ein Organ empfangen habe, so Samuel. 2013 seien bis September etwa 2200 Organe in Deutschland transplantiert worden, 11 000 Menschen stünden auf der Warteliste. dik

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