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PS-Giganten kommen zum Bergrennen

Schieflage ist etwas, was man von Timo Bernhard nicht kennt. Das wird der Homburger Profi-Rennfahrer am kommenden Wochenende beim Bergrennen als Renntaxi-Fahrer zeigen. Foto: Thomas Bubel/HAC

Schieflage ist etwas, was man von Timo Bernhard nicht kennt. Das wird der Homburger Profi-Rennfahrer am kommenden Wochenende beim Bergrennen als Renntaxi-Fahrer zeigen. Foto: Thomas Bubel/HAC

Wenn es am zweiten Juli-Wochenende wieder röhrt im Wald zwischen Homburg und Käshofen, ist wieder Brunftzeit im Motorsport. Das 42. Homburger Bergrennen steht am kommenden Samstag und Sonntag an. Für die Wertungsläufe zur deutschen und luxemburgischen Automobil-Bergmeisterschaft haben 156 Teilnehmer aus sechs Nationen für die 2,6 Kilometer lange Strecke gemeldet – darunter einige „PS-Giganten“ und „Berg-Monster“.

Wie im Bergrennsport üblich, finden sich in der Starterliste die unterschiedlichsten Rennfahrzeuge, unterteilt nach Verbesserungsstufen und Hubraum. Reinrassige Formel-Rennwagen und Sportprototypen bilden mit aus früheren DTM-Zeiten stammenden Boliden die Spitze. Dazu kommen klassische Oldtimer.

Der Homburger Automobilclub (HAC) als Veranstalter hatte in diesem Jahr mit finanziellen Problemen bei der Austragung zu kämpfen (wir berichteten). Doch nun findet das Rennen statt. Und der HAC lockt in diesem Jahr auffallend viele Titelträger des nationalen und internationalen Bergrennsports an die Käshofer Straße. Der luxemburgische Meister Tommi Rollinger (Osella FA30 Zytek V8) trifft im Kampf um den Gesamtsieg auf den viermaligen deutschen Bergmeister Uwe Lang (Osella PA 20S BMW ) aus Schweinfurt und den deutschen Meister Frank Debruyne (Dallara Opel Formel 3) vom Pirmasenser CR-Racingteam.

Dazu kommen viele geschlossene Fahrzeuge und Tourenwagen . Zur Freude von HAC-Clubmitglied und Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard starten auch vier Porsche . Der ehemalige Bergmeister und Dauergast Herbert Stolz aus Innsbruck steuert seinen babyblauen und etwa 600 PS starken Porsche 935 II. Erstmals dabei ist der viermalige französische Bergmeister Nicolas Werver aus dem Elsass in seinem Porsche 997 GT3 Cup. Aus Belgien und in einem Porsche gleichen Typs kommt Yannick Bodson. Dazu gesellt sich der Schweizer Gaststarter Herbert Schmid in einem Porsche 996 GT3.

Alles, was in Deutschland auf diesem Gebiet Rang und Namen hat, nimmt die Herausforderung der ausländischen Konkurrenz an. In ihren Ex-DTM-Boliden aus Opel-Werksbeständen treten der achtmalige deutsche Titelträger Norbert Brenner (Eichenbühl) und der deutsche Vize-Meister Klaus Hoffmann (Kitzingen) an. Hier sind genauso über 500 PS im Spiel wie bei Norbert Handa (Markt Einersheim) im Lancia Delta Evo III. Der Elzacher Alexander Hin, Initiator der Spendenaktion zu Gunsten des HAC, bestückte einen PRC-Sportwagenunterbau mit einer breiten und flachen Kadett-Silhouette und einem Drei-Liter-Motor von BMW mit mehr als 450 PS.

Das reguläre Feld der Tourenwagen , der wohl beliebtesten Breitensportserie an Europas Bergen (KW-Berg-Cup), besticht durch Markenvielfalt. Für Tuning-Fans gibt es eine große Anzahl von Spezial-Tourenwagen zu sehen: VW Polo, Scirocco, Corrado und Golf, Opel Kadett, Corsa und Ascona, Ford Escort, BMW , Fiat , Renault , Peugeot , Citroen, Mercedes Benz. Top-Favorit ist hier der zweimalige Europameister Jörg Weidinger (Schaftlach) in einem BMW 318is STW. Der Gesamtsieger des KW-Berg-Cups 2014 und amtierende nationale Bergmeister bei den Tourenwagen profitiert von seiner großen Erfahrung als Fahrwerksingenieur bei BMW in München.

Mit 25 Aktiven in den unterschiedlichsten Klassen und Gruppen starten so viele Lokalmatadore wie nie beim mittlerweile einzigen Bergrennen im Südwesten, darunter sechs Piloten des ausrichtenden Homburger Automobilclubs.

Diesmal nicht dabei sein kann Rüdiger Bernhard (Miesau), der zeitgleich mit seinem Team 75 Motorsport zwei Porsche beim „Deutschen Carrera-Cup-Lauf“ im niederländischen Zandvoort einsetzt. HAC-Aushängeschild Timo Bernhard wird mit sechs Renntaxi-Fahrten in seinem Porsche 911 GT3 ausgewählte Fans begeistern.

homburger-bergrennen.de
 

Zum Thema:

Mehr als 18 Stunden Motorsport erwartet die Zuschauer am Samstag und Sonntag an den 14 Kurven der Käshofer Straße. Jeweils ab 8.45 Uhr sind drei komplette Durchgänge geplant. An beiden Tagen steht das Fahrerlager unterhalb des Stumpfen Gipfels Besuchern offen. Hier ist auch das Festzelt. Weitere Infos zu Eintrittspreisen, Parkmöglichkeiten, Transferservice, Zuschauerzonen, Zeitplan und mehr gibt es auf der Internetseite des HAC. red
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