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Paketbombe: Haftbefehl erlassen

Saarbrücken/Völklingen. „Heimtückischer Mord mit gemeingefährlichen Mitteln“ lautet nach Informationen unserer Zeitung der Vorwurf gegen den Mann aus einem Wadgasser Ortsteil. Auf die Spur des 45-jährigen Witwers stieß die 17-köpfige Soko bereits Anfang letzter Woche nach intensiven Ermittlungen im Umfeld des Opfers. Der mutmaßliche Bombenbauer soll zeitweise ein Verhältnis mit einer Freundin von Olaf B. gehabt haben. Die Fahnder gehen von einer Beziehungstat und Eifersucht als Motiv aus. Nach seiner ersten Befragung durch die Soko-Beamten unternahm der Wadgasser – wie bereits ausführlich berichtet – letzte Woche in seiner Wohnung einen Selbstmordversuch mit Medikamenten. Er konnte gerettet werden, wurde nach kurzem Aufenthalt auf einer Intensivstation in die Fachklinik verlegt.

In einem Abschiedsbrief hatte er die Verantwortung für zwei anonyme Briefe mit, so ein Polizeisprecher, „kompromittierenden Inhalten“ an Olaf B. und dessen Bekannte übernommen. Dies begründete für die Polizei einen „vagen Anfangsverdacht“, der erhärtet werden konnte. Zweifel, dass er überhaupt Kenntnisse hatte, um die Bombe und den komplizierten Zündmechanismus zu bauen, wurden ausgeräumt. Nach Angaben von Polizeisprecher Horst-Peter Schäfer wurden in der Wadgasser Wohnung mehrere Computer mit „ungewöhnlich großen Datenmengen sichergestellt.“ Die Auswertung diese Materials durch das Landeskriminalamt ergab: Der gelernte Bäcker hatte schon vor der Tat fingierte Sendungen an sein Opfer geschickt.



Die Kriminalisten fanden Anleitungen zum Bau eines Sprengsatzes, die sich der Witwer im Internet besorgt hatte. Zudem gibt es Hinweise, dass er sich Utensilien für einen Sprengsatz verschafft hatte. Das Paket mit dem Sprengsatz war in einer Postagentur in Rehlingen aufgegeben worden. Ein Zusteller brachte Olaf B. am 25. Mai um 8.55 Uhr die Sendung. Fünf Minuten später kam es zu der folgenschweren Explosion, die das Einfamilienhaus in Völklinger Heidstock zerstörte und den 39-jährigen tötete. Die Polizei war anfangs von einer Gasexplosion ausgegangen, fand dann aber Spuren von Sprengstoff in den Trümmerbergen.
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