A8 Luxemburg - Saarlouis AS Perl in beiden Richtungen Anschlussstelle gesperrt, Baustelle bis 20.11.2017 06:00 Uhr (09.10.2017, 05:53)

A8

Priorität: Sehr dringend

6°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
6°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Park hat Areal fast voll vermietet

Seit 24 Jahren wird schon kein Bier mehr in dem Zweibrücker Standort gebraut. Die Gebäude und Hallen sind mittlerweile fast komplett
vermietet, erklärt die Parkbrauerei. Lieber als vermieten würde das Unternehmen den Komplex aber verkaufen.

Seit 24 Jahren wird schon kein Bier mehr in dem Zweibrücker Standort gebraut. Die Gebäude und Hallen sind mittlerweile fast komplett vermietet, erklärt die Parkbrauerei. Lieber als vermieten würde das Unternehmen den Komplex aber verkaufen.

Büros von Dienstleistern, Kleingewerbetreibende, eine Spedition und Lagerräume haben sich in den Räumen der früheren Parkbrauerei an der Zweibrücker Hofenfelsstraße niedergelassen. „Die Gebäude und Hallen sind nahezu voll. Fast alle Räume sind vermietet“, sagte der Parkbrauerei-Inhaber Roald Pauli auf Nachfrage des Merkur. 2012 habe man damit Gesamt-Mieteinnahmen in Höhe von 27 000 Euro erzielt.

Seit 24 Jahren wird kein Bier mehr in den Räumen gebraut. Seitdem ist das rund 34 000 Quadratmeter große Gelände im Herz der Stadt nahezu ungenutzt. Gelegentlich wurden Hallen als Lagerraum oder Räume im Verwaltungsgebäude als Büro genutzt. „Wir wollen nicht nur auf eine große Lösung warten, sondern sehen, wie wir die Räumlichkeiten schon jetzt sinnvoll nutzen“, erklärte Pauli. Bei leer stehenden Gebäuden sei die Gefahr des Vandalismus sehr groß, berichtete der Parkbräu-Chef aus eigener Erfahrung.

Ob das Parkgelände mittelfristig anders genutzt und dafür investiert wird, ließ Pauli offen. Auf die Frage, ob die Parkbrauerei an einem Verkauf festhält (wir berichteten), beantwortete Pauli: „Wenn sie einen Käufer bringen.“

Eine weitergehende sinnvolle Nutzung des Geländes könnte der Eigentümer Park nicht alleine angehen. Dabei sollte auch die Stadt mitreden. „Wir haben das Parkgelände weiter im Blick“, sagte Anne Kraft von der Stabsstelle der städtischen Wirtschaftsförderung. Dabei gebe es immer Mal anfragen, die die Stadt an die Eigentümer verweist. „Eine große Lösung für das Gelände ist schwierig.“

Ideen dazu gab es in der Vergangenheit schon einige. So erarbeiteten 2002 Architekturstudenten aus Kaiserslautern und Stuttgart Vorschläge für eine Nutzung des Geländes. Diese Ideen reichten von Suiten für Hochzeitsgäste, über Trainingszentrum für Radsportler, ein Zentrum für pfälzische Spezialitäten bis hin zur Schaffung von Kommunikations- und Ausstellungsräumen.

Das Thema Gesundheits- und Wellnesszentrum wurde später wieder aufgegriffen. Konkreter waren schließlich Pläne, ein Einkaufszentrum zu errichten (wir berichteten). Zuletzt ging es in Richtung einer Eventhalle. Doch allein die geschätzten Kosten für eine Brandschutzanlage in Höhe von 200 000 Euro schreckte den Besitzer und die Stadt ab.

Zum Thema:

HintergrundDie Park-Bellheimer-Brauerei möchte einen Teil der Grundsteuer 2012 für das ehemalige Brauereigelände an der Hofenfelsstraße erlassen bekommen. Inhaber Roald Pauli argumentierte im Stadtrechtsausschuss, dass er statt den möglichen 5200 Quadratmetern im vergangenen Jahr nur 1100 Quadratmeter vermieten konnte. Diese Minderung müsse bei der Grundsteuer berücksichtigt werden. Rechtsamtsleiterin Annegret Bucher bestätigte den entsprechenden Passus im Grundsteuerrecht. Allerdings müsse der Eigentümer nachweisen, dass er alles getan habe, um die Gebäude zu vermieten. Deshalb fragte Bucher nach Maklern oder Zeitungsanzeigen. Pauli: „Wir haben keinen Makler eingeschaltet. Wir haben uns selbst bemüht.“ Der Park-Chef verwies darauf, dass inzwischen die Gebäude fast komplett vermietet sind. „Das ist das Ergebnis unserer Arbeit.“ Der Rechtsamtsleiterin reichte das nicht. Sie wollte Nachweise für die Bemühungen aus dem Jahr 2012. Bis zum 23. August kann Pauli noch Belege vorlegen. Bis dahin ist die Stadtrechtsausschusssitzung ausgesetzt. sf  
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein