A620 Saarlouis - Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Luisenbrücke und AS Saarbrücken-Bismarckbrücke in beiden Richtungen mit Hochwasser ist zu rechnen Eine Einrichtung der Hochwasserumfahrung auf der A 620 für den späten Nachmittag/ Abend kann zur Zeit nicht ausgeschlossen werden. Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, ihre Fahrzeuge vorsorglich nicht im Umfahrungsbereich/ Gefährdungsbereich abzustellen und die mögliche Sperrung in die Fahrzeit einzuberechnen. (11.12.2017, 16:21)

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"Parkplätze sollen billiger werden": Was Saarbrücker 2015 von ihrer Stadt erwarten

„Ich finde die Kaiserstraße nicht schön. Früher war sie schöner, da sie sauberer war“, erklärt Christine Reuter, die die Straßen in Saarbrücken zu trist findet und sich mehr Sauberkeit wünscht. „Mich zieht es nicht mehr oft hierhin, da mich der Lieferverkehr in der Bahnhofstraße stört“, sagt die gebürtige Saarbrückerin. Außerdem fände die Bankkauffrau mehr Weihnachtsbeleuchtung in den Nebenstraßen und auf den Brücken rund um Saarbrücker schöner. „Tristesse“ ist ihr Schlagwort – dagegen müsse sich unbedingt etwas tun.

Katharina Helmin aus Saarlouis fährt täglich mit dem Zug nach Saarbrücken auf die Arbeit und geht gern in der Innenstadt bummeln. „Die Auswahl an Geschäften hier ist sehr groß. Also was neue Geschäfte angeht, finde ich, werden hier keine weiteren neuen Läden benötigt“, erklärt die Einzelhandelskauffrau. „Das Einzige was mich stören würde, wäre, wenn die Bahnhofsstraße weiter geteert wird wie hier am Primark“, sagt die 24-Jährige, die die Pflastersteine auf der Straße gemütlicher findet. Die Teerstellen im Pflaster seien gar nicht schön. Aber überall in der Stadt zu finden, sogar am St. Johanner Markt.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Stadt, da hier alle großen Geschäfte in einer Straße zu finden sind“, erklärt Julia Tietje, die in Saarbrücken zum Bummeln unterwegs war. Die 39-Jährige schätzt die Auswahl an verschiedenen Geschäften, und ihr fehle kein neuer Laden. „Obwohl ich in Saarbrücken wohne, gehe ich nur selten in die Seitenstraßen, weil mich dort nicht Erwähnenswertes hinzieht. Aber etwas ändern bräuchte man meinetwegen hier nicht“, sagt die Hausfrau. Sie ist zufrieden mit der Stadt.

Andreas Marschall aus Ré0melfing (Frankreich) bemängelt die Parksituation in Saarbrücken : „Es gibt viel zu wenige Parkplätze in der Nähe, und diese sind dazu noch viel zu teuer. Ich glaube, wenn die Parkgebühren nicht mehr so hoch wären, gäbe es weniger Falschparker.“

Trotzdem gefällt dem ehemaligen Saarbrücker die Modernisierung der Stadt gut, und er findet es schön, dass die Franzosen hier so willkommen sind. „Es ist bemerkenswert, wie oft man in den Bahnen oder in den Geschäften auf französische Übersetzungen trifft. Das nenne ich mal eine gute Gastfreundlichkeit“, sagt der Markthändler.

Das Ehepaar Mathieu aus Saarbrücken , das in der Stadt Termine erledigt, kommt gern zu Fuß in die Innenstadt. „ Saarbrücken ist sehr fußgängerfreundlich. Das gefällt uns, da wir gerne durch die Stadt schlendern“, erklärt Rentnerin Uschi Mathieu (66), die die Gemütlichkeit in den Saarbrücker Straßen schätzt.

Ehemann Hansjörg Mathieu gefallen die jährlichen Weihnachtsmärkte in Saarbrücken besonders, da sie freundlich und gemütlich zum einen oder anderen Glühwein einladen. Allerdings bemängelt der 70-Jährige den Dreck in der Landeshauptstadt: „Überall liegen Kaugummis oder Zigaretten auf dem Boden. Ich glaube, man sollte die Strafen für Verschmutzung auch durchsetzen oder die Kosten mal von den Verusachern bezahlen lassen“, meint der Rentner , der glaubt die Polizei solle in der Innenstadt noch öfter präsent sein. Zu selten sehe man mal eine Streife zu Fuß.

„Ich kann mich über Saarbrücken nicht beklagen. Sicherlich gibt es viele Baustellen in der Umgebung, aber wenn sie dazu beitragen, die Stadt zu verschönern, dann sollte man sich darüber nicht so sehr aufregen“, erzählt Michael Kroll aus Saarbrücken . Ihm gefallen die Auswahl an Geschäften und deren unmittelbare Nähe sehr gut. „Ich fahre öfter mit dem Roller oder den öffentlichen Verkehrsmitteln umher. Die Fahrpläne und Straßen sind gut, wie sie sind. Zu ändern gibt es da meiner Meinung nach nichts“, meint der 50 Jahre alte Landschaftsgärtner. Den öffentlichen Personennahverkehr lobt er ausdrücklich.

Die 66-jährige Eva Puknat, die gerade auf dem Weg zum Arzt ist, fährt mit dem Bus in die Stadt und ist sehr zufrieden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. „Mit dem Bus in die Stadt zu fahren ist billiger, als mit dem Auto hier zu parken. Die Parkgebühren in Saarbrücken sind einfach zu teuer und sollten reduziert werden. Das Bummeln macht doch keinem Spaß, wenn man auf die Uhr schauen muss, damit die Kosten fürs Parken nicht aus dem Ruder laufen“, sagt die Rentnerin aus Sulzbach. Gefragt nach den drei wichtigsten Vorhaben der Stadtverwaltung für das Jahr 2015 , steht an Punkt eins „Wirtschaftsstandort Saarbrücken stärken“. Die Stadt werde dazu ihren „Masterplan Industrie- und Gewerbeflächenentwicklung 2030“ vorstellen, erklärt Stadtsprecher Thomas Blug. Die Flächenreserven seien aufgrund der großen Nachfrage bald ausgeschöpft. Blug: „Der Masterplan wird eine Strategie zur Entwicklung und Sicherung von Gewerbe- und Industrieflächen aufzeigen, um die Rolle der Landeshauptstadt als zentralen Wirtschaftsstandort zu stärken.“ In diesem Zusammenhang soll auch der Messe- und Kongressstandort gemeinsam mit dem Land neu ausgerichtet werden.

Das zweite wichtige Thema sei die Verkehrsplanung für die kommenden Jahre. „Die Stadt wird das Thema Mobilität 2015 in all seinen Aspekten bearbeiten und einen Verkehrsentwicklungsplan (VEP) erstellen und dazu eine breit angelegte Bürgerbeteiligung durchführen“, zählt Blug auf. „Der auf umfangreichen Analysen basierende Plan soll 2016 fertig sein und die Verkehrsziele bis mindestens 2025 festlegen.“

Und drittens: Investitionen in die Infrastruktur. Der Anbau an der Grundschule Füllengarten werde fortgeführt, um die Schule als gebundene Ganztagsgrundschule zu entwickeln. An der Zweigstelle der Max-Ophüls-Schule Am Homburg entstehe ein Anbau zur Erweiterung der freiwilligen Ganztagsgrundschule.

Außerdem will die Stadt in Wohnraum investieren und zum Beispiel am Franzenbrunnen die Entwicklung eines innenstadtnahen Wohnquartiers vorantreiben. Und die Stadt investiere in den Erhalt ihres Eigentums, unter anderem in das Ludwigsparkstadion mit einem Gesamtbudget von 16 Millionen Euro (geplante Fertigstellung: 2017).  
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