L365 Weiskirchen Richtung Nonnweiler Sitzerath Gefahr durch defektes Fahrzeug L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (08:29)

Priorität: Sehr dringend

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Parkplatzstreit: 53-Jähriger wegen Verdachts auf Totschlag vor Gericht

Saarbrücken/Blieskastel. Wegen Totschlags muss sich seit Dienstag (03.08.2010) ein 53-jähriger Mann vor dem Schwurgericht verantworten. Der Angeklagte ist gelernter Elektriker, geschieden, stammt aus Sulzbach und wohnte bis zu seiner Festnahme in Volmunster, einem Grenzort in Lothringen.

Laut Anklage fuhr am 3. Februar, gegen 16.30 Uhr, ein Mann auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Blieskastel-Webenheim rückwärts aus seiner Parklücke. Es war ein 45 Jahre alter Familienvater aus Neunkirchen. Als er die Parklücke verließ, hielt er an und telefonierte mit dem Handy. Dadurch blockierte er zumindest zeitweise die Durchfahrt für den roten Renault des Mannes aus Volmunster. Der 53-Jährige wollte nach seinem Einkauf den Parkplatz verlassen.

Stich ins Herz
Es sei zum Streit gekommen, zunächst verbal, dann seien beide Männer handgreiflich geworden. Dabei soll das spätere Opfer dem Mann aus Volmunster mit der Hand ins Gesicht geschlagen und ihn am Auge verletzt haben.  Der so Getroffene soll zu seinem Auto gegangen, ein Messer mit einer 15 Zentimeter langen Klinge genommen und auf den Neunkircher eingestochen haben. Ein Stich soll in die linke Hüfte, zwei in den Brustkorb gegangen sein. Einer davon habe die linke Herzkammer getroffen, so die Anklage. Die Verletzungen waren so schwer, dass das Opfer kurze Zeit später verstarb.

Der mutmaßliche Täter soll daraufhin bei der Polizei in Blieskastel Anzeige erstattet haben – gegen den Mann, den er laut Anklage vorher getötet hatte. Doch Passanten hatten die Vorgänge auf dem Parkplatz beobachtet und Notarzt sowie Polizei verständigt. Der mutmaßliche Täter wurde sofort vorläufig festgenommen. Tags darauf ordnete das Amtsgericht Homburg Untersuchungshaft an. Das Messer wurde später in einem Glascontainer in der Nähe des Tatortes gefunden.

Angeklagter will Aussage machen

Beide Männer sollen sich vorher nicht gekannt haben. Alkohol soll nicht im Spiel gewesen sein. Vor Gericht erklärte gestern der Verteidiger, dass sich der Angeklagte am nächsten Verhandlungstag, dem 23. August, sowohl zur Person als auch zur Sache äußern werde. Dann wird auch Professor Wolfgang Retz vom Institut für Gerichtliche Psychologie und Psychiatrie an der Uni-Klinik Homburg anwesend sein. Er soll zur Schuldfähigkeit des Angeklagten Stellung nehmen. jht









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