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Passant rettet in Niedersalbach zwei Menschenleben

45 Einsatzkräfte bekämpfen den Dachstuhlbrand in Niedersalbach in der Nacht zum Samstag. Foto: Becker & Bredel

45 Einsatzkräfte bekämpfen den Dachstuhlbrand in Niedersalbach in der Nacht zum Samstag. Foto: Becker & Bredel

Am Freitag, kurz vor 23.30 Uhr, ist ein Fußgänger in Niedersalbach unterwegs. Von einer Sekunde auf die andere wird er zum Lebensretter. Der Mann bemerkt ein Feuer in einem Wohnhaus in der Straße Im Herrnkreth. Er klingelt die beiden Bewohner raus, die von dem Brand noch nichts bemerkt haben.

Der Herr des Hauses, 57 Jahre alt, bringt schnell seine ein Jahr jüngere Lebensgefährtin mit dem Rollstuhl nach draußen. Beide Menschen bleiben unverletzt. Augenblicke später schlagen meterhohe Flammen aus dem Dach, dichter Rauch hätte den Bewohnern den Weg ins Freie versperrt.

Die Feuerwehr eilt mit acht Fahrzeugen und 45 Einsatzkräften zur Unglücksstelle, berichtet Rafael Mailänder, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr im Regionalverband Saarbrücken. Die Löschbezirke Heusweiler und Obersalbach und die technische Einsatzleitung aus dem Löschbezirk Kutzhof bekämpfen den Dachstuhlbrand – zwei Stunden lang. Wie Einsatzleiter Marc Loris berichtet, stand beim Eintreffen in Niedersalbach das mit Sonnenkollektoren bedeckte Dach unter Vollbrand. Und weiter: „Da das von der Straße aus zurückstehende Haus mit der Drehleiter nicht erreichbar war, erfolgte ein erster Außenangriff vom Vorgarten aus, ein weiterer dann von der Rückseite. Gleichzeitig bekämpften drei Trupps unter schwerem Atemschutz den über eine von außen befindliche Wendeltreppe erreichbaren Brandraum im Innenangriff.“ Unter dem Dach befand sich ein Pelletlager für die Heizungsanlage, was zur Erschwerung der Löscharbeiten beitrug. Dennoch gelang es den Wehrleuten, das Feuer zu ersticken. Erforderlich waren Nachlöscharbeiten und Kontrollen mit der Wärmebildkamera.

Nachdem die Einsatzkräfte abgerückt waren, versiegelte die Polizei den Brandort. Die beiden Hausbewohner konnten für die Nacht bei Nachbarn unterkommen. Nach Mitteilung der Beamten steht die Brandursache noch nicht fest. Das zuständige Fachdezernat beim Landespolizeipräsidium führt die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit dem Kriminaldienst der Polizei in Lebach.

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