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Peinlich? – Mund auf für die Gesundheit

Wieso man sich für Krankheiten nicht schämen sollte

Niemand geht gern zum Arzt. Wenn dann auch noch Beschwerden wie Tripper, Impotenz oder Pilzinfektionen auf den Plan treten, wird die persönliche Untersuchung beim Arzt zum Horrorszenario. Viele Patienten verlieren den Kampf gegen die Scham und lassen sich erst gar nicht behandeln. Doch was vielleicht peinlich aber harmlos wirken mag, kann unbehandelt ernsthafte Folgen haben. Wir wagen daher den ersten Schritt und sprechen über Themen, die anderen vielleicht peinlich sind.

Geschlechtskrankheiten

Würde man a la Familienduell 100 Leute fragen, was Ihnen bei peinlichen Krankheiten einfällt, wären wohl einige Geschlechtskrankheiten unter den Top-Antworten. Grund für die Scham beim Sexualgesundheit liegt bereits im Wortstamm – dem Sex. Das Liebesleben gehört zur Privat- und Intimsphäre, ein Thema über das selbst mit dem Partner nur ungern geredet wird. Geschlechtskrankheiten rufen wiederum Gedanken in die Köpfe wie: „häufig wechselnde Sexualpartner“, „Untreue“ oder „verantwortungslos“. Alles Stichworte, die nicht gerade positiv behaftet ist. Kein Wunder also, dass sich jährliche tausende Deutsche anstecken, doch keiner eine Krankheit haben will.

Obwohl sich Geschlechtskrankheiten häufig mit unangenehmen aber nicht sehr ernsthaften Symptomen zeigen, sollten die Beschwerden nicht unterschätzt werden. So können einige Erkrankungen Unfruchtbarkeit, Infektionen oder Entzündungen der Nieren, Hoden, Prostata, Eileiter oder Herz sowie Atemwegsinfektionen als Spätfolgen hervorrufen. Gerade weil sich manche Symptome erst spät oder fast gar nicht bemerkbar machen sollte beim kleinsten Verdacht ein Test durchgeführt werden. Selbsttests kann man sogar online bestellen und spart sich den peinlichen Besuch beim Arzt.

Impotenz

Wieder wären wir beim Liebesleben und zwar der Potenz des Mannes. In der Natur des Mannes liegt es stolz zu sein, ein Versagen im Bett wird daher nur ungern als dauerhaftes und ernsthaftes Problem eingestanden. Etwa jeder fünfte Mann leidet unter Erektionsstörungen, dennoch traut sich nur wenige dies zuzugeben. Dabei kann eine erektile Dysfunktion ein Zeichen für andere Erkrankungen sein, wie Diabetes, Prostatabeschwerden, Gefäßerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Probleme. Aber auch psychische Beschwerden, wie starker Stress oder Versagensängste können eine Rolle spielen. Daher sollten sich Männer bei Anzeichen einer Potenzstörung nicht nur auf Potenzmittel oder andere kleine Helfer verlassen, sondern auch einen Arzt konsultieren.

Hauterkrankungen

Hauterkrankungen sind besonders peinlich, da sie im Normalfall jeder sehen kann – verstecken ist schwer. Ob klassische Akne oder ernstere Ausschläge und Entzündungen wie bei Krätze, Hämorrhoiden und Furunkel – damit zeigt man sich nicht gern. Rote Pusteln oder Eiterbläschen gehören nicht gerade zu den Schönheitsmerkmalen. Viele verbinden damit zudem eine unzureichende Hygiene als Auslöser, der Schamfaktor ist also groß.

Doch auch hier gilt – keine falsche Scham. So kann eine vermehrt auftretende Krätze ein Anzeichen für eine Immunschwäche sein, sie tritt z.B. bei HIV-Patienten häufiger auf. Das häufige Entstehen von Furunkeln kann wiederum auf Diabetes oder eine Nierenerkrankung hindeuten und hinterlässt fast immer Narbengewebe. Unbehandelte Hämorrhoiden können wiederum zu einer noch peinlicheren Folgeerkrankung führen: Beeinträchtigung der analen Feinkontinenz – der After kann nicht mehr richtig schließen und es kommt zum Stuhlschmieren.

Magen-Darm-Probleme

Mit der Verdauung verbinden wir im allgemeinen nichts positives oder appetitliches, daher sprechen wir auch nicht darüber. Niemand will über seine Verdauungsprobleme sprechen, das ist ein Tabu-Thema und entspricht sicher nicht dem Knigge. Doch auch scheinbar harmlose Erkrankungen wie Blähungen, Verstopfung und Durchfall sollten nicht unterschätzt werden. So kann Durchfall im Ernstfall bei einer Austrocknung einen Krankenhausaufenthalt nach sich ziehen, wohingegen Verstopfung die Verdauungsorgane angreifen kann, wodurch sogar Tumore entstehen können. Man sollte also auch auf die kleinen Geräusche seines Körpers achten.

Geruchsprobleme

Geht es um mangelnde Hygiene denken viele gleich an üble Gerüche – Schweiß oder Mundgeruch allen voran. Viele halten da lieber Abstand. Dabei können die Betroffenen oftmals gar nichts für die unangenehmen Symptome. Übermäßiges Schwitzen kann z.B. auf eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine neurologische Erkrankung zurückzuführen sein. Mundgeruch kann wiederum auf eine Zahnerkrankung oder im schlimmsten Fall auf Mund- oder Rachentumore hindeuten. Spielen solche Erkrankungen eine Rolle, ist es umso wichtiger die peinlichen Beschwerden schnell untersuchen zu lassen. Aber auch bei weniger ernsten Fällen ist eine effektive Behandlung wichtig, da auf lange Sicht die Psyche des Patienten leidet.

Wie vermeidet man den peinlichen Moment?

Peinlich sollte uns keine dieser Erkrankungen sein, wenn es um eine Diagnose und Behandlung geht. Im ersten Schritt sollte zumindest eine Diagnose gewagt werden. Selbsttests, die auch online zu finden sind, können gute Anhaltspunkte geben. Patienten, die sich der nötigen Behandlung sicher sind, können ebenso auf Online Services wie Online Apotheken oder Online Kliniken zurückgreifen. Doch eine gründliche Diagnose sollte vom Arzt durchgeführt werden, um schwerwiegende ursächliche Erkrankungen auszuschließen. Also keine falsche Scham, wenn es um Gesundheit geht – wir haben über peinliche Krankheiten gesprochen, Sie sollten es auch tun.

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