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Pellinger Tunnel weiter teil-gesperrt!

Von SZ-Redakteurin Margit Stark

Schwemlingen/Weiler. Die Verkehrstechnik am Pellinger Tunnel hat am Wochenende die Nagelprobe nicht bestanden. „Sie ließ sich einfach nicht ansteuern“, sagte der zuständige LfS-Ingenieur Thomas Hary auf SZ-Anfrage am Montagmorgen.
Zu dieser Zeit war die A8 noch gesperrt, rollten Autos, Brummis und Motorräder über die Umleitungsstrecke, die L170. Derweil waren Mitarbeiter des Landesbetriebes für Straßenbau dabei, die Schilder, die seit Freitag vor der Totalsperrung gewarnt hatten, wegzuräumen. Danach mussten die Anzeigentafeln (drei vor den beiden Röhren, zwei in den Röhren und je eine nach der Ausfahrt) von Hand eingestellt werden – notwendige Sicherheitsmaßnahmen nach dem Versagen der Automatik. „Ein technischer Fehler“, wie Hary ausführte.

Am Montagnachmittag wolle man den Nordtunnel für den Verkehr wieder freigeben, ergänzteHary – allerdings nur einspurig. Die Einspurigkeit werde so lange aufrecht erhalten, bis die sechs Anzeigentafeln wieder funktionierten. Das gelte auch für die Südröhre Richtung Merzig. Die sollte am morgigen Mittwoch nach gut zwei Monaten Renovierung wieder komplett freigegeben werden. „Jetzt wird es wohl auch in dieser Richtung nur einspurig gehen“, argwöhnte Hary – es sei denn, der Fehler werde bis dahin gefunden.

Wenn ein Autofahrer im Tunnel die Notrufsäule aufsucht, muss die Anzeigentafel dieses Hindernis sofort signalisieren. Doch diese Warnung sei bei dem Test ausgeblieben, ebenso wie der Hinweis, den Fuß vom Gas zu nehmen und andere Hinweise, die für die Sicherheit der Autofahrer unbedingt notwendig seien. „Es ist besser, wenn im Test etwas schief läuft und nicht während des laufenden Verkehrs“, meinte der Ingenieur.
Vor der Freigabe hat der Gesetzgeber diese Probephase gesetzt, die der Landesbetrieb für Straßenbau am heutigen Freitag gestartet hatte. Ein Brand war simuliert worden, ebenso Betriebs- und Verkehrsfälle, andere Katastrophen wurden provoziert, Bedienerfehler ausgelöst – ein Härtetest für die Tunnelsteuerung.
„Der Test kann nur unter Vollsperrung laufen, da verschiedene Szenarien eine Vollsperrung des Tunnels auslösen“, hatte Hary die Vollsperrung begründet. Jetzt müsse der Sicherheitscheck wiederholt werden. Doch für „Komplextest“, wie das LfS diese Prüfung nennt, reiche dann eine Nacht an einem Wochenende, ist sich der LfS-Mann sicher.




Bald Gegenverkehr im Pellinger Tunnel?



Schwemlingen/Tünsdorf. Ist Gegenverkehr im Pellinger Tunnel möglich? – eine von vielen Fragen, die die Fachleute des Ingenieurbüros „Bung AG“ herausfinden werden. Jetzt können die Experten loslegen, den Fragekatalog abzuarbeiten, den die Bürgerinitiative „Pellinger Tunnel – Sicherheit an der L170“ (BI). Grünes Licht dafür haben sie von der BI und dem Landesbetrieb für Straßenbau erhalten. Beide haben sich auf das international renommierte Büros mit Sitz in Heidelberg geeinigt (wir berichteten bereits).

Die Zusage, dass Fachleute klären sollen, wie das nun aussieht mit dem gegenläufigen Verkehr oder ob andere Alternativen geschaffen werden können, hatte Albert Hettrich, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, bei einem Treffen mit der BI Anfang August zugesagt. Lang ist die Liste an Fragen, die die Experten jetzt abarbeiten müssen. „Die Mitarbeiter des LfS haben unseren Forderungen zugestimmt und keine weiteren Ergänzungen gewünscht“, sagt BI-Sprecherin Maria Bänsch-Schnur.

Reicht die Höhe und Breite des Tunnels aus, um überdimensionale Laster bei Gegenverkehr in einer der Röhren rollen zu lassen?, will die BI von den Experten wissen. Was pasiert, wenn eine Überbreite ein Passieren des Tunnels unmöglich macht? Umleiten? Wie sieht es mit Gefahrenguttransporten aus? Können auf eine andere Strecke geführt werden? Auch über die gesetzlich vorgeschriebene Anzahl von Notrufsäulen, die Ventilationssteuerung und über das Verkehrsleitsystem mit beidseitig lesbarer Beschilderung wollen die Mitglieder der BI Auskunft von den Fachleuten.
Eine weitere Aufgabe für die Gutachter: eine Prüfung des Verkehrsflusses bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Zudem sollen die Ingenieure alternative Umleitungsstrecken zu der L170 erarbeiten. „Mit der Schließung der Röhren zur Renovierung mussten wir Autoschlangen von und nach Luxemburg ertragen – Unfälle und Gefahren eingeschlossen“, hatte Bänsch-Schnurs Kollege, BI -Sprecher Kurt Robinius, noch vor wenigen Wochen geklagt. Die Forderung an den Landesbetrieb für Straßenbau: Die Röhren so gestalten, dass Gegenverkehr dort möglich ist.




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