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Personalmangel, Gehalt unter Tarifniveau: Erneut Ärger um Personal im Ferienpark Bostalsee

Seit Juli vergangenen Jahres hat der Ferienpark am Bostalsee geöffnet.

Seit Juli vergangenen Jahres hat der Ferienpark am Bostalsee geöffnet.

Knall auf Fall soll es einen Mitarbeiter getroffen haben, der eigentlich „auf Grund seiner guten Leistungen“ einen unbefristeten Vertrag in der Tasche hatte. Dann aber musste er seine Stelle räumen. Sofort. Wurde sogar aus dem Ferienpark am Bostalsee geführt. Das berichtet Mark Baumeister, Saar-Chef der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG).

Bei dem betroffenen Kollegen handele es sich um ein Betriebsratsmitglied, dem lange vor Ablauf seines Zeitvertrages seitens des Arbeitgebers Elior mündlich mitgeteilt worden sei, anschließend weiter für das Unternehmen tätig bleiben zu können. Elior beschäftigt laut Gewerkschaft rund 120 Menschen für Restaurants und Supermarkt im Feienpark am Bostalsee . Baumeister: „Am 13. April wurde das Betriebsratsmitglied von Vertretern der Geschäftsleitung ohne Angabe von Gründen informiert, dass das Arbeitsverhältnis nicht über den 30. April fortgeführt wird.“ Der Beschäftigte habe so viel Zeit eingeräumt bekommen, „seinen Arbeitsplatz zu räumen, und wurde mit sofortiger Wirkung vom Dienst freigestellt“. Zudem sei die Mitarbeitervertretung, anders wie sonst üblich, nicht angehört worden. Erschwerend komme hinzu, dass an dessen Stelle ein neuer Kollege eingestellt worden sei – ebenfalls ohne den Betriebsrat, wie im Betriebsverfassungsgesetz gefordert, einzuschalten.

Der NGG-Geschäftsführer vermutet von Elior Kalkül. Es werde versucht, „den bestehenden Betriebsrat zu zerschlagen“. Mindestens ein weiteres Gremiumsmitglied habe eine Abmahnung erhalten. Und nicht nur Betriebsräte fürchteten um ihren Job. Baumeister weiter: Das Personalkarussell habe während der vergangenen Monate „massiv an Fahrt aufgenommen“. Wechsel habe es unter anderem beim Küchenchef, der Supermarkt- sowie Personalleitung gegeben.

Darüber hinaus hätten zahlreiche Elior-Bedienstete den Dienst quittiert. Das hänge mit Arbeitsbelastung und im Einzelfall mit massiver Mehrarbeit zusammen. Elior sei nicht tarifgebunden, so dass die Mitarbeiter eine 5,5-prozentige Lohnerhöhung, wie in der Branche vereinbart, nicht bekamen. Baumeister wirft der Holding mit Zentralsitz in Köln vor: „Eine zugesagte Anpassung fand nicht statt.“ Er spricht von Billigarbeit des Gastronomiebereichs im Leuchtturmprojekt Center-Parcs. Darum werde die Gewerkschaft den Druck erhöhen.

Lob indes seitens NGG für die übrigen Bereiche im Ferienpark, die vom Betreiber Center-Parcs selbst betreut werden – Baumeister nochmals: „Center-Parcs lehnt sich an unsere Tarifverträge an und achtet die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates.“

Elior ist über die Vorwürfe informiert, will sich zu einem späteren Zeitpunkt dazu äußern.

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