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Personalmangel: Saar-Polizisten wollen pünktlich in Rente

Saarbrücken. Haben Saarlands Verbrecher bald nichts mehr zu befürchten? 86 Polizei-Beamte gehen 2009 in Rente - kaum einer will seine Dienstzeit verlängern. Paul Haben, der Direktor der Landespolizeidirektion des Saarlandes macht sich große Sorgen.

Das Land muss Jahr für Jahr „deutlich über 100“ neue Kommisaranwärter einstellen, damit die Polizei-Organisation überhaupt dauerhaft „stabil“ bleibt. Das sagte Haben gestern (Montag, 28. September 2009) vor frisch ausgebildeten Polizisten auf einer Dienststelle.
Die neuen Mitarbeiter werden also dringend gebraucht. Sie müssen allerdings auch noch ihre Abschlussprüfungen bestehen, ehe sie „fertige“ Polizisten sind. Bei fast allen sei dies aber nur eine Formsache, hieß es.


Jährlich fehlen 23 Kräfte

Zu den 54 jungen Kräften kommen neun „Aufstiegsbeamte“, die bereits Polizisten waren und zwei Jahre an der Fachhochschule in Dudweiler studierten, um in den gehobenen Dienst zu wechseln. 2009 wechseln aber gleichzeitig 86 Kräfte in den Ruhestand. Vier Beamte seien zum Landesinstitut für Prävention abgestellt. Es bleibe, so Haben, pro Jahr also eine Lücke: 23 Arbeitskräfte fehlen.

Ruheständler bleiben nicht

Könnte man denn nicht die älteren Beamten darum bitten, noch ein paar Jahre an ihre Dienstzeit dranzuhängen und ihnen dafür mehr Gehalt anbieten?
Angehende Ruheständler haben im Saarland die Möglichkeit, freiwillig drei Jahre länger Polizist zu bleiben. Diese Möglichkeit wird allerdings selten in Anspruch genommen. Wenn überhaupt, wird die Laufbahn allenfalls um ein Jahr verlängert. Wie berichtet wird, seien die finanziellen Anreize nicht groß genug.





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