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Personalnotstand bei den FCS-Frauen

Saarbrücken. Es geht wieder los – und zwar gleich richtig. Zum Restrundenstart empfangen die Fußballerinnen des 1.FC Saarbrücken am 15. Spieltag der Bundesliga die SG Essen-Schönebeck (heute, 15 Uhr, Stadion Kieselhumes) zum ersten „Endspiel“ der Saison. Lediglich einen Zähler trennen die punktgleichen Kontrahenten (jeweils 13) von der Abstiegszone. FCS-Trainer Stephan Fröhlich hat in dem richtungweisenden Spiel fünf Ausfälle zu verkraften. Neben der langzeitverletzten Noémy Beney (Reha nach Knieoperation) und der aus privaten Gründen in die USA zurückgekehrten Danielle Sweeney fehlen heute Christina Arend (Steißbeinprellung), Christina Ehl (Sehnenanriss im Finger) und Verena Skradde-Fries (Mittelfußbruch). Neue Spielerinnen aus der Wintertransferperiode gibt es keine, obwohl diese der Trainer dringend benötigt. Denn: „Wir haben personellen Notstand“, sagt Stephan Fröhlich. Doch darüber war das FCS-Präsidium nach eigener Aussage nicht informiert. „Da habe ich keinen Einblick“, sagt beispielsweise Präsident Paul Borgard, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger Horst Hinschberger kein kommissarischer Leiter der Frauenabteilung ist. Der FCS jedenfalls teilte auf Anfrage mit, dass dieser Posten seit dem Rückzug von Hinschberger derzeit vakant sei.

„Stephan Fröhlich hat mit mir nicht über Verstärkungen gesprochen“, sagt FCS-Vize-Präsident Harald Ebertz. Fröhlich hingegen ist sich sicher, dass „der Vorstand über den Missstand informiert sein muss. Ich habe mit Team-Managerin Katja Spielmann am 10. Januar ein Schriftstück verfasst, das auf die Notwendigkeit von Verstärkungen hinweist“, verrät Fröhlich, der auch sagt, dass „wir mit dem Vorstand nie regelmäßig zusammensitzen“.

Spielmann wollte sich nicht äußern. Fröhlich hingegen habe, unter anderem in einem Gespräch mit Borgard, „Anfang Januar diesbezüglich ein klares Zeichen gesetzt“. Welche Informationen im Endeffekt bei wem angekommen sind, ist somit nicht zu klären. „Das Vakuum zwischen Präsidium und sportlicher Leitung ist mehr als groß“, beschreibt Fröhlich das aus seiner Sicht größte Problem der Abteilung.


Meinung
Kommunikation tut dringend Not 
Von SZ-Redakteur Mark Weishaupt


Kommunikation wird definiert als „soziale Interaktion, bei der Informationen zwischen zwei oder mehreren Personen ausgetauscht werden“. Das ist dem 1. FC Saarbrücken im Frauenbereich offenbar abgegangen. Da beklagt ein Trainer öffentlich personellen Missstand, weil er glaubt, intern kein Gehör zu finden. Da ist ein Präsident, der in einem Radio-Interview am 8. Januar sagt, dass er sich der Probleme der Frauenabteilung angenommen habe, der aber jetzt zugibt, in einige Dinge „keinen Einblick“ zu haben. Und da ist seit dem Rückzug von Horst Hinschberger ein verwaister Abteilungsleiter-Posten, den niemand haben will. All das vor dem wichtigen Spiel gegen Essen-Schönebeck. Hoffentlich funktioniert die Kommunikation der Spielerinnen auf dem Feld heute besser.
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