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Perspektiven der Saar-Wirtschaft durchschnittlich

Saarbrücken/Bremen. Die saarländische Wirtschaft hat im Vergleich zu anderen Regionen durchschnittliche Zukunftsaussichten. Das ergab eine gestern vorgestellte Studie des Beratungsunternehmens Prognos für das "Handelsblatt". Alle 413 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland wurden auf wichtige Wachstumszweige hin untersucht. Dazu zählen die Gesundheitswirtschaft, Informations- und Kommunikationstechnologie, Fahrzeugbau, Logistik, hochwertige Unternehmens- und Forschungsdienstleistungen, Maschinenbau sowie Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Diese konzentrierten sich in den Ballungsräumen sowie auf einer Achse von Frankfurt über Stuttgart bis an den Bodensee.

Der Stadtverband Saarbrücken schneidet in der Gesamtbewertung sogar überdurchschnittlich ab, unter dem Schnitt liegt der Kreis Merzig-Wadern, die übrigen saarländischen Kreise landen im Mittelfeld. Im Vergleich zu den Nachbarkreisen in Rheinland-Pfalz steht das Saarland allerdings besser da und bildet "einen kleinen Schwerpunkt-Klecks", wie Peter Kaiser, Leiter der Studie, formuliert.

Baden-Württemberg ist demnach die deutsche Region mit den besten wirtschaftlichen Zukunftsaussichten. Von den 25 besten Kreisen oder Städten liegen allein elf in Baden-Württemberg. Vor allem der Maschinenbau und die Gesundheitswirtschaft seien hier stark. Zahlreiche kleine und mittelständische Betriebe hätten sich in ihrer Nische zu Weltmarktführern hochgearbeitet.

Spitzenreiter Hamburg

Die Spitzenplätze in der Gesamtwertung nehmen die Großstädte Hamburg, Berlin, München und Frankfurt ein.

Am stärksten ist das Saarland erwartungsgemäß im Fahrzeugbau. Der Kreis Saarlouis kommt hier auf Platz 23, der Saarpfalz-Kreis auf Rang 26 und der Stadtverband Saarbrücken auf Platz 42. Kaiser sieht darin einerseits "eine Chance, wenn sich der Bereich wie erwartet positiv entwickeln sollte", andererseits aber eine Gefahr, da eine neue Monopol-Struktur drohe, ähnlich der Zeit, als Kohle und Stahl im Saarland die bestimmenden Branchen waren.

Saarbrücken schneidet auch noch gut auf den Feldern IT (Platz 45) und hochwertige Unternehmens- und Forschungsdienstleistungen ab (Platz 43). Maßgeblich für die positive Bewertung sind Forschungseinrichtungen wie die Max-Planck- und Fraunhofer-Institute.

"Ein Problem auf Deutschland bezogen ist die Randlage", stellt Kaiser fest. Das macht es gerade für die Zukunft schwer, Fachkräfte anzulocken. "Stellen Sie einen Absolventen eines Ingenieur-Studiums vor die Wahl 'Saarbrücken oder München', wird er München favorisieren." Deshalb sei es wichtig, Wissenschaft und regionale Wirtschaft stärker miteinander zu verzahnen. Ausgründungen aus den Hochschulen zu fördern, sei zum Beispiel ein Weg, um Potenziale zu erschließen. mzt
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