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Peugeot: 45 von 145 Saarbrücker Mitarbeitern arbeiten jetzt in Köln

Es war einmal ... Die ehemalige Deutschland-Zentrale von Peugeot in Saarbrücken.

Es war einmal ... Die ehemalige Deutschland-Zentrale von Peugeot in Saarbrücken.

Frankfurt. Marcel de Rycker, seit 1. Oktober 2012 neuer Chef von Peugeot Deutschland, hat die Verlegung der Deutschland- Zentrale von Saarbrücken nach Köln verteidigt. Es seien keinerlei Seilschaften oder persönliche Interessen im Spiel gewesen. Die PSA-Konzernzentrale von Peugeot und Citroën in Paris habe grundsätzlich beschlossen, beide Marken in den vertretenen Ländern jeweils an einem Standort zusammenzuführen, um sie gemeinsam strategisch besser und gleichzeitig kostengünstiger im Wettbewerb mit anderen Herstellern aufzustellen, sagte de Rycker auf der Bilanz- Pressekonferenz von Peugeot in Frankfurt. Alleine schon aus Kostengründen sei die neue Strategie nachvollziehbar. Man könne künftig zahlreiche Parallel- Arbeiten vermeiden. Der PSA-Konzern habe sich am Ende für Köln entschieden. Das war auch einer der Gründe dafür, warum de Ryckers Vorgänger Thomas Bauch seinen Hut nahm, der als energischer Befürworter des Standorts Saarbrücken für beide Marken galt. „Wir haben in Saarbrücken vor einer Woche den Schlüssel abgegeben. Von der Peugeot- Deutschland-Zentrale gibt es dort nichts mehr. Alle Mitarbeiter, die mitkommen wollten, sind uns nach Köln gefolgt“, betonte de Rycker.

Dieser musste allerdings einräumen, dass mit 100 von ehemals 145 Mitarbeitern in der Saarbrücker Deutschland- Zentrale überraschend viele diesem Umzugsangebot nicht gefolgt seien. Daher „wurden zwei Drittel der Mitarbeiter gekappt“, was vorübergehend auch zu Besetzungsproblemen von Stellen in Köln geführt habe. Zur Höhe der Gesamtkosten für die Abfindung wollte der Peugeot-Deutschland-Chef nichts sagen. Nur so viel: Es seien gute Abfindungen gewesen. De Rycker bezeichnete diese Lösung als „im Großen und Ganzen gelungen“. Das Gelände in Saarbrücken sei inzwischen komplett vermietet und werde ab 1. Mai neu genutzt. Der Getriebehersteller ZF will hier zusätzliche Kapazitäten nutzen, da die Saarbrücker Zentrale an der Goldenen Bremm räumlich nicht mehr ausreiche. Die Peugeot Saartal Filiale und viele Händler in der Region bemühten sich künftig um die weitere Steigerung von Marktanteilen.

2012 konnte Peugeot an der Saar mit 5864 Zulassungen einen Marktanteil von 16 Prozent in einem Gesamtmarkt von 36 687 Fahrzeugen erreichen und liegt damit auf Platz eins vor Volkswagen. Erfolgreichster Peugeot mit 1017 Zulassungen ist der 208. Alleine von ihm als wichtigstem Volumenmodell sollen 2013 deutschlandweit 27 000 Fahrzeuge neu auf Deutschlands Straßen rollen. Im laufenden Jahr will Peugeot bundesweit mit allen Modellen inklusive Nutzfahrzeugen 90 000 Zulassungen erreichen, was einem Wachstum von zehn Prozent und einem Marktanteil in Deutschland von 2,8 Prozent entspräche. Auch der Anteil höherwertiger Baureihen wie dem 3008, 508 und 4008 soll von 22 Prozent im Jahr 2012 noch deutlich steigen.

Peugeot wolle ein Signal setzen: „Die Zeiten, in denen Peugeot als Kleinwagenhersteller betrachtet wurde, sind vorbei.“

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