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Peugeot zieht Ende der Woche nach Köln

Die Peugeot-Zentrale soll im September nach Köln verlegt werden.

Die Peugeot-Zentrale soll im September nach Köln verlegt werden.





Saarbrücken. Der Umzug von Peugeot Deutschland von Saarbrücken nach Köln hat auch an der Unternehmensspitze Konsequenzen. Geschäftsführer Thomas Bauch (49) übt diese Funktion seit gestern nicht mehr aus und verlässt zum 1. September offiziell das Unternehmen. Er will „sich neuen beruflichen Herausforderungen stellen“, wie es in einer Stellungnahme heißt. Bauch selbst war gestern nicht zu erreichen. Sein Vorgänger wird auch sein Nachfolger. Olivier Dardart (53), der von 2006 bis 2009 an der Spitze der Deutschland-Niederlassung von Peugeot stand, wird diese Funktion solange übernehmen, bis ein neuer Geschäftsführer gefunden ist. Dardart ist derzeit Generaldirektor von Peugeot und Citroën in Deutschland. Thomas Bauch war bis zu seinem Wechsel an die deutsche Spitze der französischen Löwenmarke im Jahr 2009 bei Opel als Verkaufsdirektor für das europäische Nutzfahrzeuggeschäft zuständig. Mittlerweile kann er auf mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Automobilwirtschaft zurückblicken – sowohl im operativen Tagesgeschäft als auch in beratender Funktion.

In Saarbrücken werden bereits die Umzugs-Kartons gepackt. Ab kommendem Montag hat Peugeot Deutschland seinen Firmensitz in Köln, wo bislang schon die Schwestergesellschaft Citroën ihre Kommandozentrale hat. Die deutsche Verwaltung des französischen PSA-Konzerns (Peugeot und Citroën) wird dort zusammengelegt. Damit endet eine 45-jährige Ära, in der Saarbrücken für den französischen Autobauer Peugeot das Tor zum deutschen Markt war.
Rund 35 Mitarbeiter der ehemaligen Stammbelegschaft von knapp 190 Frauen und Männern werden in die Domstadt mitziehen, wie Betriebsratschef Hans-Jürgen Kliebhan erläutert. Am Ende werden es nach Angaben von Peugeot-Pressesprecher Thomas Schalberger rund 65 Leute sein, die von der Saar nach Köln wechseln. Die übrigen 30 gehörten bislang nicht zum Stammteam, sondern waren nach Angaben Schalbergers Leih- oder Zeitarbeiter, Trainees und Praktikanten, „die in Köln jetzt unbefristete Arbeitsverträge erhalten“. Viele ehemalige Peugeot-Mitarbeiter hätten im Saarland inzwischen wieder einen Arbeitsplatz gefunden. Alles sei sehr sozialverträglich gelaufen.

Im Saarland bleibt auch das Peugeot-Diagnosezentrum, das rund 60 Mitarbeiter beschäftigt. Dort werden knifflige technische Probleme bearbeitet. Wenn die Mechaniker vor Ort mit den Macken eines Fahrzeugs nicht mehr klarkommen, können sie sich an dieses Diagnose-Zentrum wenden.

Außerdem bleibt Peugeot Saartal mit rund 100 Mitarbeitern in Saarbrücken (nahe der bisherigen Deutschland-Zentrale) und Völklingen. „Wir wollen uns für unsere Kunden weiterhin ins Zeug legen“, verspricht Björn de Petter, Vertriebsleiter Neu- und Gebrauchtwagen.

Meinung
Wehmut vor dem Abschied
Von SZ-Redakteur Lothar Warscheid


Die Ära von Peugeot Deutschland in Saarbrücken ist in wenigen Tagen Geschichte. Nach 45 Jahren hat dann die Verwaltung der französischen Löwenmarke in Köln ihren Sitz. Im Saarland wird dieser Weggang mit Wehmut betrachtet, denn Peugeot Deutschland war ein Aushängeschild des Autolandes Saar. Die Autofahrer dankten es und kauften fleißig die Karossen aus dem Nachbarland. Der Marktanteil lag im Saarland stets stabil bei rund 20 Prozent, während er im Rest der Republik bei etwas mehr als drei Prozent dümpelte. Man hat gekämpft, doch der Kampf ging leider verloren – schade.



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