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Pfarrheim sucht Käufer

Nachrichten aus der Region Homburg.

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Kirkel. Nach dem Limbacher Bahnhof steht nun die nächste größere Immobilie in der Gemeinde zum Verkauf: das katholische Pfarrheim in Kirkel. Der Verkauf war zwar schon vor einem Jahr beschlossene Sache, wurde aber erst jetzt konkret. Die Immobilienabteilung der Bank 1 Saar bietet das Gebäude für jedermann öffentlich zum Kauf an.

Laut Anzeige wird für das Pfarrheim - mit einer Wohnfläche von 382 und einem Grundstück von 924 Quadratmetern – ein Kaufpreis von 195 000 Euro veranschlagt. Das Haus verfügt über fünf Stellplätze und eine Terrasse, Gartennutzung ist dabei, die Lage sei „in einem ruhigen Wohngebiet, gepflegter Zustand“, heißt es in der Anzeige.

Das Gebäude, das aus dem Jahr 1955 stammt, wurde früher als Kindergarten und Schule genutzt, es fanden Verwaltungsrats- und Pfarrgemeinderatssitzungen sowie Feste und Feiern darin statt. Darüber hinaus wurden Räume im Keller von der Katholischen Jugend genutzt. Aber das ist schon seit Jahren nicht mehr der Fall, „wir brauchen die Räume eigentlich nicht, denn für die Treffen der Messdiener oder der katholischen Frauen nutzen wir das Pfarrgemeindehaus“, erklärt der zuständige Pfarrer Eric Klein von der katholischen Pfarreiengemeinschaft Blieskastel-Lautzkirchen, der auch für Kirkel zuständig ist.

Für ein Elterntreffen nutze man auch mal den Kindergarten oder, „wenn eine größere Veranstaltung wie etwa das gemeinsame Fastenessen ansteht, gehen wir ins Jochen- Klepper-Haus in Kirkel, das der evangelischen Pfarrgemeinde gehört. Das ist auch im Sinne der Ökumene.“ Wie Pfarrer Klein erklärte, seien es vor allem die Energiekosten für das große Haus, die zu hohen Belastungen geführt hätten.

Es sei einfach zu teuer geworden, ein ganzes Haus zu unterhalten, zu reinigen und zu heizen, „ohne dass wir es wirklich genutzt hätten“. Und so habe sich die Kirchengemeinde dazu entschlossen, das große Haus zu veräußern, „das war eine Entscheidung unseres Verwaltungsrates.“

Natürlich sei das nicht von heute auf morgen geschehen, es gab im Vorfeld auch Gespräche mit dem Orts- und dem Gemeinderat in Kirkel. So hatten sich Ende April 2012 Mitglieder des Ortsrates Kirkel- Neuhäusel im Rahmen eines Besichtigungstermins ein Bild vom Zustand des seit einigen Jahren leer stehenden Gebäudes gemacht.

Es gab dabei Überlegungen, aus dem vorhandenen Gebäude ein Mehrgenerationenhaus zu machen, aber angesichts der Tatsache, dass solche Pläne bereits für die Altstadter Schule existieren, ist es fraglich, ob sich die Gemeinde diese Ausgaben auch in Kirkel-Neuhäusel zumuten will.

Nach Aussagen von Wolfgang Steiner vom Sozialbüro der Gemeinde, sei die Nutzung des Hauses schon lange her, „außerdem hatte die Gemeinde dort keinen Anteil, die Räume wurden immer von der Kirche genutzt.“ Mit dem geplanten Verkauf gingen somit keine dringend benötigten Räume verloren. Es war auch schon angedacht, dort ein Jugendzentrum unterzubringen, was aber wieder verworfen wurde. Bisher hat sich noch kein Kauf-Interessent gefunden, obwohl das Haus sehr ruhig im Grünen liegt. Laut einem von der Gemeinde in Auftrag gegebenen Gutachten lag der Verkaufspreis bei rund 170 000 Euro, teilte vor einem Jahr der Ortsvorsteher mit. Nun liegt der veranschlagte Preis um 25 000 Euro höher.

Sollte die Gemeinde am Ende doch das Gebäude übernehmen, kämen jedoch weitere Kosten für notwendige Umbaumaßnahmen hinzu. Man sei aber nach wie vor im Gespräch, sagte Wolfgang Steiner.

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