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Pfauen, Ägypter, Clowns und Vampire

„Wenn Reinheim lacht – is Fasenacht“, aber die Sonne wollte in diesem Jahr beim Rosenmontagsumzug nicht so recht mitlachen. Trocken war es, aber auch kalt. Aber das macht den Narren im unteren Bliestal natürlich nichts aus: Auch in diesem Jahr strömten wieder unzählige Fans der Ochsenfurter Fasenacht nach Reinheim . „Wir schätzen, dass wir in diesem Jahr den Rekord von über 40 000 Gästen schaffen werden“, übertrieb Reinheims Ortsvorsteher Jürgen Wack. Tatsächlich standen die Autos bis nach Gersheim , viele Wiesen bis dorthin waren zu Parkplätzen umfunktioniert. Der „ Napoleon “ des Umzugs, Jürgen Wack, war wie in jedem Jahr begeistert von „seinen“ Reiheimern. Und es ist auch immer wieder faszinierend, was die „Ochsen“ auf die Beine oder auf die Räder stellen. Fast 70 Gruppen und Wagen mit im Zug, damit fast ein Drittel länger als der Umzug in der größeren Stadt Blieskastel. Und in Reinheim ist auch die Stimmung immer ausgelassen: Schon lange vor dem Zug wird gesungen und geschunkelt, in der Dorfmitte angeheizt durch Musik und die Moderation von Andy Langholz, der das nun schon seit Jahren macht. Auf dem Moderationswagen immer sehr viele Ehrengäste. Und bevor der Zug beginnt, musste Schirmherr Markus Meyer von der großen Homburger Brauerei den Ochsen auf seinen Namen taufen. So will es in Reinheim der Brauch. Und der Verkaufsdirektor war ganz stolz: „Der Reinheimer Umzug ist der größte und schönste in der Region. Und ich bin der erste Parrnickel, der hier Schirmherr sein darf“. Parrnickel sind die Bewohner der Parr.

Aber nach der Taufzeremonie gab es dann kein Halten mehr: Pünktlich um 14.11 Uhr startete der Zug in der Nähe der Grundschule, und auch bei den Zugteilnehmern herrschte ausgelassene Fastnachtsstimmung. Und die Themen auch in Reinheim schier unerschöpflich, die Fußgruppen wie immer das Salz in der närrischen Reinheimer Fastnachtssuppe. Wunderschöne Kostüme, von Pfauen bis zu Mickymäusen, von Ägyptern über Vampire bis hin zu den „Klassikern“ Indianern, Clowns , Harlekine oder Zombies. Auch ein Biosphärewagen war dabei, die Weltmeisterschaft wurde von den Sportfreunden noch einmal thematisiert, und die Feuerwehr aus Gersheim machte sich auf dem riesigen Schiff Gedanken über das „Niveau“. Und wie lautete das Fazit der „Esel-Matrosen“ aus Gersheim ? „Das Niveau – es sinkt!“. Ganz zu Beginn des Umzugs wieder Manfred Klein, der den Umzug als „Ochs“ auch in diesem Jahr wieder anführte. Dahinter, auch das hat schon Tradition, Manfred Rauch mit dem Willkommens-Herzen.

Und was wäre die Reinheimer Fastnacht ohne die Gäste von der anderen Seite der nicht mehr vorhandenen Grenze: Wie in jedem Jahr auch wieder eine Menge Teilnehmer im Zug, wie etwa die „Brigger“ aus Bliesbruck, die in diesem Jahr reimten: „Keiner ist schlauer als der Brickener Bauer“. Und wie Ortsvorsteher Jürgen Wack bereits vor dem Umzug vorhergesagt hatte: Unter den Gästen ganz viele Franzosen, weil in Lothringen auch Ferien waren. „Bei uns greift die Frankreich-Strategie schon lange“, stellte Napoleon Jürgen Wack heraus. Aber anders als bei der Frankreich-Strategie des Saarlandes sehe die Sache in Reinheim viel besser aus: „Wir haben das alles schon im Griff, und bei uns ist vor allem alles gegenfinanziert“, stellte Wack abschließend stolz heraus.
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