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Pfusch am Bau! Autofahrern auf der A 6 stehen neue Staus bevor

Saarbrücken. Den Autofahrern auf der A 6 zwischen Saarbrücken und St. Ingbert stehen 2010 neue Staus bevor. Spezialisten des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS) haben vor ein paar Wochen festgestellt, dass bei der Reparatur der A 6-Fahrbahn, Abschnitt Bischmisheimer Talbrücke, ein schadhafter Belag aufgetragen wurde. Das LfS bestätigte gestern auf Anfrage entsprechende SZ-Informationen.

Demnach hatten sich Blasen gebildet, just auf jener Teilstrecke in Fahrtrichtung Mannheim, die erst im Sommer frisch repariert worden war. „Man muss sich das so vorstellen, dass man die Schadstellen von oben sehen kann. Wie bei einem Teppichboden, der Blasen bildet, weil ihm die Haftung zum Untergrund fehlt“, erläuterte LfS-Sprecher Klaus Kosok. Danach habe man einen Gutachter beauftragt, die Arbeiten Bischmisheimer Talbrücke zu untersuchen, um festzustellen, wo die Fehler liegen.

Das Ergebnis nach Darstellung von Kosok: „Die Bitumen-Schweißbahnen, die in der unteren Dichtungsschicht verarbeitet wurden, waren nicht in Ordnung.“ Sowohl das Bindemittel als auch der Füllstoff, die beiden wesentlichen Komponenten dieser Schweißbahnen, seien fehlerhaft gewesen. Deshalb muss nun im nächsten Jahr die Fahrbahn in Richtung St. Ingbert auf der Bischmisheimer Talbrücke erneut aufgerissen und von Grund auf saniert werden. Die Kosten dafür werden nach Einschätzung des Landesbetriebs bei rund einer halben Million Euro liegen; mit zweieinhalb Monaten für den zusätzlichen Arbeitsaufwand bei der Autobahnsanierung sei obendrein zu rechnen.

Neben diesen, für die Pendler auf der A 6 zwischen Saarbrücken und St. Ingbert unerfreulichen Nachrichten, hatte Kosok dennoch Positives zu verkünden. „Erstens wird der Steuerzahler nicht mit Mehrkosten belastet“, so Kosok. Zweitens liege kein Verschulden der Firma vor, die die Arbeiten auf der Autobahnbrücke ausgeführt habe. Für die nun fällige Reparatur müsse der Produzent der Bitumen-Schweißbahnen geradestehen.

Zugleich machte Kosok darauf aufmerksam, dass auf einem neuen Belag zunächst Tempo 100 gelte. Nach sechs bis acht Wochen werde die Griffigkeit überprüft. Nach positivem Ergebnis werde das Tempolimit aufgehoben. Zugleich räumte Kosok ein, dass es auf dem gerade erst sanierten Teilstück der A 6 vor dem Neunkircher Kreuz Unebenheiten gebe. Jedoch lägen diese Unebenheiten innerhalb einer Toleranzgrenze von sechs Millimetern. 
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