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Pius-Brüder schotten sich ab

SAARBRÜCKEN. Die Kirche St. Maria zu den Engeln in St. Arnual: Pater Franz Schmidberger, der Chef der Pius-Bruderschaft in Deutschland, ist aus Stuttgart angereist und hat gestern dort das Hochamt zelebriert. Im Anschluss wollte er über die Beziehungen der Priesterbruderschaft St. Pius X. zum Vatikan sprechen. Dazu hatten die Patres auch die Presse eingeladen. Doch dann kam alles ganz anders.

Während der Predigt sprach der Distriktobere plötzlich eine strenge Mahnung zum Schweigen an die Gläubigen aus: „Es kann sein, dass Presseleute unter uns sind, die Ihnen nachher Fragen stellen. Ich bitte Sie, diese nicht zu beantworten.“ Es handele sich dabei oft um Fangfragen, und die Antworten darauf würden meist völlig entstellt wiedergegeben. Beim anschießenden Vortrag des Distriktoberen wurden die Medienvertreter dann hinausgeworfen – trotz vorheriger Einladung. Schmidberger selbst sagte kein Wort mehr. Er fühlt sich aufs Übelste behandelt, falsch zitiert. Auf der Hompage der Priester-Brüder ist unterdessen von „bösartigen Angriffen“ die Rede. Man sage daher kein Wort mehr: „Wir dienen unserem Herrn Jesus Christus, der fleischgewordenen Wahrheit, nicht dem Vater der Lüge.“

Im Saarland ist die Burderschaft relativ stark. Hier betreibt sie sogar zwei Schulen, eine Grund- und eine Erweiterte Realschule mit insgesamt 71 Schülern. Die Realschule geriet  2005 wegen Prügel-Vorwürfen in die Schlagzeilen. Das Verwaltungsgericht kippte aber 2007 eine Schließungsverfügung. Ministerpräsident Peter Müller (53, CDU) sieht unterdessen keinen Anlass, gegen den Betrieb der Privatschulen vorzugehen. Für antisemitische Tendenzen gebe es im Saarland bisher keine Anzeichen. szn/aw
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