A8 Luxemburg - Saarlouis AS Perl in beiden Richtungen Anschlussstelle gesperrt, Baustelle bis 20.11.2017 06:00 Uhr (09.10.2017, 05:53)

A8

Priorität: Sehr dringend

5°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
5°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Pizza Wagner: Nestlé investiert 50 Millionen Euro in Werkserweiterung

Vier Stunden ist die Pizza unterwegs – vom Teigklumpen, der im Gärschrank bei 30 Grad Temperatur und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit aufgeht, über die Walzstation, die automatische Belegung mit den unterschiedlichen Zutaten bis zum Backen im Pizza-Ofen, dem Einfrieren und letztlich der Verpackung. Und das alles in einem geschlossenen Produktionsprozess. Dieser durchgehende Fließprozess ist es, warum Pizza- Wagner-Chef Thomas Göbel bei der neuen Produktionsstraße von Pizza Wagner in Nonnweiler vom modernsten Werk für Tielkühlpizza in Europa spricht. Außerdem wurde die neue Fabrikationslinie nach Angaben des Unternehmens nach neuesten Energiesparund Nachhaltigkeitsstandards gebaut. Gestern wurde die Produktion offiziell in Betrieb genommen.

50 Millionen Euro hat der Mutterkonzern Nestlé investiert, um die hochmoderne Produktion in Nonnweiler zu bauen. Bis zu 400 Handwerker haben zwei Jahre an der Werkserweiterung, die die Produktionskapazität am Standort Nonnweiler nach Aussage von Göbel von bisher 280 Millionen auf nun 350 Millionen Pizzen pro Jahr steigert.

Dass sich Nonnweiler im europaweiten Wettbewerb als Standort der neuen Produktion durchsetzen konnte, ist nach Aussage von Nestlé-Deutschlandchef Gerhard Berssenbrügge der Kompetenz der Mitarbeiter zu verdanken: „Wir haben hier die Mitarbeiter, die das Produkt Pizza Wagner aufgebaut haben“, sagt Berssenbrügge. Ihr Fachwissen garantiere eine hohe Produktionssicherheit, die es an anderen Standorten so nicht gegeben habe.

Nestlé ist 2005 bei Pizza Wagner eingestiegen. Seit damals hat das Unternehmen den Absatz von Tiefkühl-Pizzen um rund 50 Prozent gesteigert. Vor allem der Export spielt für Wagner eine wichtige Rolle – rund ein Drittel der Produktion aus Nonnweiler geht ins Ausland. Diesen Anteil will Berssenbrügge weiter steigern: „Es ist interessant, dass der Markt für Tiefkühl-Pizza in Europa von deutschen Firmen beherrscht wird“, sagt er. Zielländer seien vor allem Frankreich, Spanien und Portugal, aber auch in der Schweiz und sogar im Mutterland der Pizza, in Italien, sei ein immenses Wachstum zu beobachten.

Mit der neuen Produktionslinie hat Pizza Wagner auch 50 neue Arbeitsplätze geschaffen. Denn obwohl die neue Produktionslinie stark automatisiert ist – so werden die Zutaten nicht mehr per Hand, sondern maschinell aufgebracht –, sind dort 100 Mitarbeiter in drei Schichten beschäftigt. Insgesamt hat Pizza Wagner am Standort Nonnweiler 1500 Mitarbeiter.

Während Berssenbrügge betont, wie wichtig dem Unternehmen die Mitarbeiter und ihre Zufriedenheit sind, gießt Marc Baumeister, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG), Wasser in den Wein. Denn die Pizza-Wagner-Mitarbeiter arbeiten außerhalb von Tarifverträgen: „Das ist der einzige Nestlé-Betrieb ohne Tarifvertrag“, sagt Baumeister. Doch auch hier ist Göbel optimistisch: „Wir haben zufriedene Mitarbeiter und einen zufriedenen Betriebsrat“, sagt er. Einen Tarifabschluss in naher Zukunft schließt er nicht aus. 

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein