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Plakat soll für Saarbrücker Folsterhöhe werben

»Folsterhöher An- und Einsichten« heißt ein neues Plakat, das als eine Liebeserklärung gedacht ist und um Sympathien für die Siedlung wirbt.

»Folsterhöher An- und Einsichten« heißt ein neues Plakat, das als eine Liebeserklärung gedacht ist und um Sympathien für die Siedlung wirbt.

Alt-Saarbrücken. Anette Becker und Claudia Bickel vom Caritas-Kontaktzentrum Folsterhöhe machten es spannend: Unter einem gelben Tuch versteckten sie das neue Plakat „Folsterhöher An- und Einsichten“, eine Liebeserklärung an eine Hochhaussiedlung, die viel mehr zu bieten hat als nur grauen Beton.

Mit Spannung erwarteten die Besucher der „Folschder Cafétass“ am Montag die Enthüllung des Plakats, auf dem sich viele Bewohner der Folsterhöhe wiederfinden. Gruppenfotos und Portraits von Kindern und Senioren sind ebenso unter rund 40 Fotomotiven wie Architekturaufnahmen, Landschaftsimpressionen und Schnappschüsse, die bei Festen, auf (Spiel-) Plätzen und Gärten entstanden sind.



Grünes Paradies, das Ortsfremde auf der Folsterhöhe kaum erwarten würden

Mit seiner Kamera war der Grafikdesigner Bernd Wegener im Auftrag des Caritas-Kontaktzentrums 2010 losgezogen, um die Vielfalt des Wohngebiets zu dokumentieren. Unterstützt wurde Wegener von Bewohnern, die ihn in ihre Wohnung oder ihren Garten einluden oder ihn zu ihrem Lieblingsplatz auf der „Folster“ mitnahmen. Oleg Zurakowsky de Sas, studierter Forstingenieur aus der Ukraine, entführte Bernd Wegener in ein grünes Paradies, das Ortsfremde auf der Folsterhöhe kaum erwarten würden: Obstbäume und Sträucher, Blumen und exotische Gewächse wie Wunderbaum und Fuchsschwanz gedeihen in dem liebevoll angelegten Garten des 55-Jährigen, der die Handschrift des Profis deutlich erkennen lässt.

Christoph Bremer stellte für das Plakat eine historische Ansichtskarte „Gruß von der Folsterhöhe“ aus den 1960er Jahren zur Verfügung. Andere Bewohner der Folsterhöhe steuerten eigene Fotos bei – so wie Jessica Wagner. Die Studentin an der Fachoberschule Design ließ für ihre fantasievollen Aufnahmen Luftballons an einem der Hochhäuser in den Himmel steigen.

Trotz der Hochhäuser  auf der Folsterhöhe viel Schönes zu entdecken

„Mit diesem Plakat möchten wir Menschen aus anderen Stadtteilen zeigen, wie vielfältig die Folsterhöhe ist und dass es sich lohnt, einmal selbst zu uns zu kommen und sich das Wohngebiet anzusehen“, erklärte Anette Becker vom Caritas-Kontaktzentrum die Idee hinter der Plakat-Aktion. Denn trotz der Hochhäuser gebe es auf der Folsterhöhe viel Schönes zu entdecken. Zum Beispiel den gigantischen Ausblick, den Ursula Merkhof von ihrer Wohnung in der 15. Etage des Hauses Königsbruch 9 Tag für Tag genießt. Bis nach Frankreich reicht der Blick, Wald wohin das Auge sieht. „Ich wohne seit 1975 hier und möchte nicht weg. Die Leute, die Landschaft, die Umgebung: Es ist wunderbar“, schwärmt ihre Nachbarin Helma Pitz.

Da es bei all dem Positiven natürlich auch Probleme gibt, haben die Mitarbeiter des Caritas-Kontaktzentrums viel zu tun. „Sie helfen mir zum Beispiel, wenn ich einen Brief an Behörden schreiben muss oder ein Amtsschreiben nicht verstehe“, erzählt Oleg Zurakowsky de Sas. Als er 1993 aus der Ukraine nach Saarbrücken kam, habe er im Caritas-Kontaktzentrum sofort Hilfe gefunden. „Am Anfang war ich sehr unglücklich. Ich war arbeitslos, konnte kein Deutsch.“ Dass er – trotz seiner akademischen Ausbildung – heute als Hausmeister der katholischen Kirchengemeinde Folsterhöhe arbeitet, stört den sympathischen Wahlsaarländer nicht. „Ich bin für andere Menschen nützlich, kann etwas beitragen. Das macht mich froh.“

Das Plakat „Folsterhöher An- und Einsichten“ gibt’s kostenlos im Caritas-Kontakzentrum Folsterhöhe, Hirtenwies 11, Tel. (0681)56429.

Auf einen Blick

Das Plakat „Folsterhöher An- und Einsichten“ gibt’s kostenlos im Caritas-Kontakzentrum Folsterhöhe, Hirtenwies 11, Tel. (0681)56429. Infos auch im Internet unter www. quarternet.de/fohoe. rae

:: www. quarternet.de/fohoe

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