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„Plan vélo“: Metz will viel für Radler tun

Metz will bis 2020 den Radverkehrsanteil von zwei auf zehn Prozent steigern und alle städtischen Straßen zu 100 Prozent »fahrradtauglich« machen. Pro Jahr sollen dafür zwei Millionen Euro investiert werden.

Metz will bis 2020 den Radverkehrsanteil von zwei auf zehn Prozent steigern und alle städtischen Straßen zu 100 Prozent »fahrradtauglich« machen. Pro Jahr sollen dafür zwei Millionen Euro investiert werden.

Metz. In Sachen Förderung des Fahrradverkehrs zieht die Stadt Metz jetzt an der saarländischen Landeshauptstadt locker vorbei. Während man in Saarbrücken noch nicht einmal den im Koalitionsvertrag versprochenen Radverkehrsbeauftragten installiert hat, stellen die Metzer heute einen Radverkehrsplan der Öffentlichkeit vor. Mit diesem „Plan vélo“, der im Juli den Metzer Stadtrat passierte, hat die lothringischen Nachbarn verbindliche Ziele für den Ausbau des Radverkehrs in den nächsten zehn Jahren festgelegt. Bis 2020 will die Stadt ihren Radverkehrsanteil von zwei auf zehn Prozent steigern und dafür alle städtischen Straßen zu 100 Prozent „fahrradtauglich“ machen.

Griff zum Rad soll zum „natürlichen Reflex“ werden

Jährlich zwei Millionen Euro will die Stadt in Infrastrukturmaßnahmen investieren. Nicht nur, um neue Radwege anzulegen, bestehende Lücken im Radwegenetz zu schließen und gefährliche Punkte zu entschärfen. Auch bewachte Radparkplätze an allen wichtigen ÖPNV-Verknüpfungspunkten, überdachte Abstellanlagen in allen öffentlichen Institutionen sowie genügend Abstellmöglichkeiten in allen Stadtquartieren sieht der Plan vor. Darüber hinaus will man mit zahlreichen Dienstleistungen dafür sorgen, dass der Griff zum Rad für die Metzer künftig zum „natürlichen Reflex“ wird. Schon jetzt stehen städtischen Mitarbeitern Dienstfahrräder zur Verfügung. Geplant sind städtische Fahrrad-Service-Stationen, die kleine Wartungsarbeiten übernehmen. Auch über den Einsatz von Velo-Taxis und Nutzfahrrädern für die Warenauslieferung der Händler denkt René Darbois, der Metzer Beigeordnete für Ökologie und Verkehr, nach. Um das bestehende Verleih-Angebot für Fahrräder und Pedelecs auszuweiten, hat die Stadt eine Studie in Auftrag gegeben, die die Machbarkeit eines Leihradsystems nach dem Pariser Vorbild Vélib‘ sowie gemeinsame Tarife für Leihräder und ÖPNV prüfen soll.

In Saarbrücken hingegen vergammelt das sogar vom Bundesverkehrsminister mit Fördergeldern bedachte Konzept für ein Leihradsystem längst in der Schublade, denn für die Umsetzung müsste die Landeshauptstadt selbst 500 000 Euro investieren.


Den Metzern ist die „Petite Reine“ (kleine Königin), wie man den Drahtesel hier liebevoll nennt, da offenbar mehr wert. Denn die Nachbarstadt fasst sogar die Einrichtung eines „Maison du Vélo“ ins Auge, das die Bürger informiert und den Radclubs als Forum dienen soll.

„Europäische Woche der Mobilität"

Wie man für das umweltfreundliche Verkehrsmittel die Werbetrommel rührt, machen die Metzer denn auch in der „Europäischen Woche der Mobilität“, von morgen bis 22. September, schon mal vor. Im „Mobilitätsdorf“ auf der Place St. Louis erwarten die Besucher eine Woche lang Events und spielerische Animationen.

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