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Politik will Konzept für den Umbau der Wilhelm-Heinrich-Brücke

Eine der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt: die Wilhelm-Heinrich-Brücke. (Archivfoto)

Eine der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt: die Wilhelm-Heinrich-Brücke. (Archivfoto)

„Jetzt, wo der irrsinnige Zeitdruck raus ist bei der Sanierung der Wilhelm-Heinrich-Brücke, ist Gründlichkeit vor Schnelligkeit angesagt.“ Diese Richtung gab gestern der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Peter Bauer vor. Er fordert „ein schlüssiges Gesamtkonzept“. Es müsse geklärt werden, „wie der Verkehr in der Innenstadt in Zukunft fließen soll“. Dabei sei für die SPD „unstrittig, dass die Situation für Fußgänger und Radfahrer verbessert werden muss, insbesondere unter dem Aspekt der Sicherheit“.

Bauer reagiert damit auf die Ankündigung von Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer, die Wilhelm-Heinrich-Brücke in diesem Jahr nur „innendrin und untendrunter“ zu ertüchtigen, die Sanierung und Neuordnung der Fahrbahn aber ins Frühjahr 2015 zu verschieben (die SZ berichtete).

Dass es in der Brücken-Diskussion fast nur darum gegangenen sei, dass zwei der bisher acht Autospuren zu Radwegen werden sollen, sei aus Sicht der SPD „wenig hilfreich“ gewesen, sagt Bauer. „Unser Vorschlag, zunächst eine Probephase auf der Brücke durchzuführen, dem der Stadtrat schließlich gefolgt ist, war dem Zeitdruck geschuldet. Es ist allemal sinnvoller, vor Beginn einer Einzelbaumaßnahme das Gesamtsystem zu betrachten und um eine breite Akzeptanz zu werben“, sagt er. Und plädiert „dafür, die Zeit zu nutzen und eine breite Diskussion in den politischen Gremien und vor allem mit der Bevölkerung über unsere zukünftige innerstädtische Verkehrspolitik zu führen“. „Ein Verharren in den ideologischen Schützengräben der jeweiligen Einzelinteressen“ sei dabei „wenig hilfreich“. Die SPD-Fraktion werde das Thema Innenstadtverkehr auf die Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung Anfang September setzen.

Auch die CDU will die „Umbaupause zum Neuüberlegen nutzen“. Auch die CDU beklagt „großen Zeitdruck“ unter dem der Umbau gegen die Stimmen der CDU entschieden worden sei. Der CDU-Stadtverordnete Hermann Hoffmann schlägt vor, die gewonnene Zeit zu nutzen, „um zu besseren und für alle beteiligten Verkehrsteilnehmer akzeptableren Lösungen zu kommen“. Ein Kompromiss könnte es aus seiner Sicht sein, die bisherige Anzahl der Autospuren beizubehalten, diese jedoch etwas zu verschmälern und die Bürgersteige zu verbreitern, um dort Platz für den Radverkehr und Fußgänger zu schaffen.

„Änderungen an solch wichtigen Knotenpunkten“, sagt Hoffmann, müssen „in ein Gesamtkonzept eingebunden“ werden. „Der Anschluss auf der Alt-Saarbrücker Seite in die Stengelstraße muss Bestandteil der Planung werden, wie auch auf der St. Johanner Seite“, fordert er. Peter Strobel, der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, weist auf „die Bedeutung des Leinpfades als Radzubringer zur Innenstadt“ hin. Hier müsse „das Zusammenspiel von Fußgängern und Radfahrern verbessert und vom Kraftwerk Römerbrücke kommend für eine durchgehende Beleuchtung gesorgt werden“.
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