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Politikerin half in der Backstube

Auch an der Verkaufstheke der Filiale in der Hermann-Löns-Straße versuchte sich Isolde Ries (l.). Zusammen mit Petra Kleinbauer (M.) bedient Ries hier gerade die Kundin Katharina Budich. Foto: Becker&Bredel

Auch an der Verkaufstheke der Filiale in der Hermann-Löns-Straße versuchte sich Isolde Ries (l.). Zusammen mit Petra Kleinbauer (M.) bedient Ries hier gerade die Kundin Katharina Budich. Foto: Becker&Bredel

Einen halben Tag lang mal ins Handwerk reinschnuppern, dafür interessierte sich die Landtagsabgeordnete Isolde Ries . In den vergangenen Jahren war die Sozialdemokratin bereits als Schnupperpraktikantin bei einer Metzgerei und bei einem Schokoladenhersteller unterwegs, diesmal führte sie ihr Ansinnen in eine Backstube.

 

Bereits morgens um 6 Uhr begann ihre Schicht in Scheidt . Bäckermeister Hans-Jörg Kleinbauer war bereits eine Stunde früher im Betrieb, allerdings nur weil er zurzeit Urlaub hat: „In der Regel beginnt meine Schicht um halb eins in der Nacht“, erklärte er.

 

So früh wollte er seine Halbtagespraktikantin dann aber doch nicht in die Backstube bitten. „Ich war dazu bereit, doch er ist der Chef“, sagte die Landtagsabgeordnete hierzu.

 

Und der Chef zeigte ihr wie man Krustis rollt, Mohn- und Milchbrötchen sowie saisonale Produkte wie Pflaumenkuchen, hierzulande auch Quetschekuchen genannt, herstellt. „Es war schön, die Arbeit des Bäckerhandwerks kennenzulernen“, sagte Ries: „Die Stimmung war gut, es wurde ohne Hektik gearbeitet. Hier ist ein eingespieltes Team am Werk.“

 

Daneben blieb Zeit zum Gespräch mit den Angestellten, denn die Politikerin wollte für ihre Arbeit im Landtag natürlich auch möglichst viel über die Probleme und Nöte der Bäckerzunft erfahren.

 

Kleinbauer: „Sie hat sich an unsere Innung gewandt und nach einem Termin gefragt. Das Interesse ist ihr hoch anzurechnen. Unser Handwerk braucht schließlich auch die Unterstützung aus der Politik.“

 

Der Landesinnungsmeister verwies hierbei etwa auf die kommenden Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, bei denen auch Ries eine Rolle spielt. Daneben ging es um die Umlage für die erneuerbaren Energien und um das Interesse der Jugend an einem Ausbildungsplatz im Bäcker-Handwerk.

 

Doch auch die Baustelle vor der Bäckerei in Dudweiler und der drohende Umzug eines in direkter Nähe gelegenen Discounters wurden zum Thema. „Bleibt der Laden nach dem Umzug leer, wird es nicht nur für uns, sondern auch für den Metzger, den Zeitschriftenhändler und die anderen Geschäftsleute in der Straße schwerer. Es fehlt dann an einem Geschäft mit Magnetwirkung“, erklärte Kleinbauer, der in seinem Betrieb insgesamt 28 Angestellte beschäftigt.

 

Nach dem Besuch der Backstube ging es dann auch zum Verkauf der gerade hergestellten Waren in die Filiale in der Hermann-Löns-Straße.

 

„Ich habe eine ganze Menge von mir selbst hergestellte Waren verkauft“, erklärte die Politikerin: „Es war ein interessanter Einblick in den Ablauf. Es ist wirklich viel, was in einem solchen Betrieb geleistet werden muss.“
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