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Polizei: Rückgang der Unfallopfer

Von SZ-Redakteur Michael Jungmann

Saarbrücken. Als Erfolg ihrer verstärkten Kontrollen verbucht die Saar-Polizei den positiven Trend, der sich für das Jahr 2010 aus der Verkehrsunfallstatistik lesen lässt. Die Zahl der registrierten Unfälle ist zwar um vier Prozent von 30.307 im Jahr 2009 auf jetzt 31.532 gestiegen, allerdings wurden deutlich weniger Unfälle gezählt, bei denen Menschen verletzt oder gar getötet wurden. Hier wird ein Rückgang um sechs Prozent von 4353 Fällen (2009) auf 4092 notiert. Dabei verunglückten 5397 Personen (2009: 5741).

Innenminister Stephan Toscani (CDU), der mit Paul Haben, Chef der Landespolizeidirektion, die Statistik am Freitag vorstellte, betonte, dass zwar hinter jedem einzelnen Opfer eines Unfalles ein mitunter tragisches Schicksal stehe. Dennoch dokumentiere das Zahlenwerk eine „grundsätzlich positive Bilanz“. 42 Menschen (darunter je neun Fußgänger und Motorradfahrer) wurden 2010 im Straßenverkehr getötet. Drei weniger als 2009. Dies sei die niedrigste Zahl seit der Einführung der Statistik im Jahr 1953.

Auch die Zahl der Schwerverletzten ist rückläufig. 642 wurden 2010 registriert. Im Vorjahr waren es 63 mehr. Zudem wurden insgesamt 4713 (2009: 4991) Verkehrsteilnehmer leicht verletzt.

Als im Juli 2010 bereits 32 Unfalltote registriert wurden, läuteten bei der Polizei die Alarmglocken. Toscani und Haben erklärten, es seien „umfassende Anstrengungen unternommen worden, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.“ Tatsächlich wurden die Tempo- und Abstandsmessungen landsweit verstärkt, insbesondere an Unfallschwerpunktstrecken. Bilanz der Kontrollen: 122.866 Verstöße wurden geahndet. Zusätzlich wurden mit vier Videofahrzeugen aggressive Verkehrsrowdys ins Visier genommen. Den Zivilfahndern gingen dabei 479 Raser ins Netz. Insgesamt veranlasste die Verkehrspolizei im letzten Jahr 121.000 Bußgelder (mindestens 40 Euro). Zudem wurden Verwarnungen (bis maximal 35 Euro) veranlasst für insgesamt 520.000 Euro.

Toscani und Haben kündigten an, dass im Interesse der Verkehrssicherheit weiterhin verschärft kontrolliert werde.
Ein Schwerpunkt wird dabei wohl auf die Gruppe der „jungen Fahrer“ (18 bis 24 Jahre) gelegt werden. Das Risiko, bei einem Verkehrsunfall getötet oder schwer verletzt zu werden, ist für diese Altersgruppe hoch. Neun junge Fahrer starben 2010, zwei mehr als im Vorjahr. 102 wurden schwer verletzt, 2009 noch 132. Der Anstieg bei den Todesopfern in dieser Gruppe verläuft, so die Statistik, im Saarland gegen den Bundestrend, wo mit einem Rückgang um zehn Prozent gerechnet wird. Tempo und Vorfahrtsmissachtung waren bei jungen Fahrern die Hauptunfallursachen. 17-Jährige, die in Begleitung eines Erwachsenen ans Steuer durften, waren übrigens nur in 20 Unfälle verwickelt und hier nur in sechs Fällen (ohne Verletzte) die Verursacher.

Im Rahmen ihrer Präventionsarbeit machen die Verkehrsexperten der Polizei um Bernd Brutscher immer wieder Unfallschwerpunkte aus. Demnach ist derzeit die Dudweiler Straße in Saarbrücken (zwischen Kaiserstraße und Meerwiesertalweg) die unsicherste Straße des Landes.
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