L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Polizei: Schwerer Unfall im Friedrichsthaler Bahnhof soll Warnung sein

Die 16-Jährige kam zunächst in ein saarländisches Krankenhaus und
später in eine Ludwigshafener Spezialklinik.

Die 16-Jährige kam zunächst in ein saarländisches Krankenhaus und später in eine Ludwigshafener Spezialklinik.

Eine 16-Jährige hat ihren Übermut, im Friedrichsthaler Bahnhof auf Waggons der Deutschen Bahn herumzuklettern, fast mit dem Leben bezahlt (wir berichteten). Das Mädchen kam bei der Kletterei der Strom führenden Oberleitung zu nahe und wurde durch einen sogenannten Lichtbogen schwerst verletzt, der dann entsteht, wenn die Spannung vom Fahrdraht auf einen leitenden Körper überspringt. „Der Zustand des Mädchens ist stabil, aber es ist noch immer in einer Ludwigshafener Spezialklinik“, sagt Dieter Schwan von der Bundespolizei , der in Kontakt zur Mutter des Kindes steht. Die Mutter sei einverstanden, dass man das Thema in den Medien nochmals behandele, um anderen Jugendlichen die Gefahr zu verdeutlichen.

Ihre Tochter habe seit dem Unfall zwölf Operationen und erste Hauttransplantationen gehabt, vorwiegend im Kopfbereich. Die Ärzte seien sehr optimistisch, dass man gute Ergebnisse erzielen werde. Lebensgefahr bestehe nicht mehr. Die Bundespolizei hat direkt nach dem Unfall ihre Präventionsarbeit verstärkt. Ein Film im SR-Fernsehen habe das Thema aufgegriffen und vor den Gefahren an Gleisanlagen gewarnt. Trotzdem hätten Tage später in Völklingen Jugendliche ihre Füße über dem Fahrdraht der Bahn von einer Brücke baumeln lassen. Auch das sei absolut lebensgefährlich gewesen. „Die Jugendlichen hatten den Sicherheitsabstand von 1,50 Metern dort unterschritten. Es sei Glück gewesen, dass es keinen Lichtbogen gegeben habe“, so der Beamte. Viele seien sich der Gefahr der Hochspannung nicht bewusst.

Auch seien Nebel und hohe Luftfeuchtigkeit Faktoren, bei denen es leichter zu Lichtbögen komme als bei Trockenheit. Trotzdem solle man das niemals austesten. Daher seien Warntafeln an jeder Brücke und jedem Waggon angebracht.

„Die Bahn tut sehr viel, um auf die Gefahren hinzuweisen. Einzäunen kann man die Gleisanlagen aber nicht“, so Schwan. Gefährlich seien auch Selfies (Eigenporträts mit Kameras und/oder Handys) auf Gleisanlagen. Im Saarland habe es dazu erst einen Fall gegeben, aber bundesweit sei das durchaus ein Thema. Der Fall in Friedrichsthal sollte sich rumsprechen. „Wir können nur durch Prävention solche Unfälle verhindern und hoffen, dass Eltern, die das lesen, ihren Kindern nochmal die Gefahr erläutern“, sagt der Polizeisprecher. Für Kinder sei die Gefahr ansonsten oft gar nicht ersichtlich.
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