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Polizei: Zahl der Unfalltoten 2014 auf „historischem Tiefstand“

. Das Risiko, bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen, ist im Saarland deutlich geringer als auf Bundesebene. Darauf verwiesen Landespolizeipräsident Norbert Rupp und Ralf Geisert, Chef der Verkehrspolizei, am Freitag bei der Vorstellung der Unfallstatistik für das Jahr 2014. Die Zahl der Verkehrstoten pro 100 000 Einwohner (Häufigkeitszahl) wird für das Saarland mit 2,9 errechnet, während der Bundesdurchschnitt bei 4,2 liegt. Insgesamt starben im letzten Jahr 29 Menschen (zwölf Pkw-Fahrer, drei Mitfahrer, fünf Motorradfahrer, sieben Fußgänger und zwei Radfahrer) auf saarländischen Straßen. Dies sei der niedrigste Wert, der seit Einführung der Statistik im Jahr 1953 ermittelt wurde, betonten die Polizeichefs . 2013 wurden 39 Verkehrstote gezählt.

Allerdings stieg 2014 die Zahl der Schwerverletzten um 8,2 Prozent auf 735 (2013: 679). Bei den Leichtverletzten wurde ein Anstieg um 2,5 Prozent auf 4539 Personen registriert, 110 mehr als im Vorjahr. Derweil sank die Gesamtzahl der registrierten Verkehrsunfälle geringfügig auf 31 853 (2013: 32 040).

Hauptursachen für Unfälle mit Verletzten waren das Missachten von Vorfahrtsrechten, Fehler beim Abbiegen oder Wenden, zu hohes Tempo, falscher Abstand und Alkohol oder Drogeneinfluss. Bei Karambolagen außerhalb geschlossener Ortschaften war nicht-angepasstes Tempo die Hauptursache. Auf Autobahnen war sogar fast jeder vierte Unfall (24,1 Prozent) darauf zurückzuführen.

Alkohol war nach der Analyse der Verkehrspolizei bei 738 Unfällen im Spiel. Das sind 23 oder 3,2 Prozent mehr als 2013. In 481 Fällen blieb es bei Sachschaden. Bei 257 dieser Unfälle kamen 332 Menschen (87 Schwer- und 238 Leichtverletzte) zu Schaden. Sieben Menschen wurden getötet. Fünf davon waren als Verursacher selbst alkoholisiert.

Auf das Konto junger Autofahrer (18 bis 24 Jahre) ging im vergangenen Jahr, so die Statistik, jeder fünfte Unfall mit Personenschaden. Sechs Todesopfer und 119 Schwerverletzte fielen in diese Altersgruppe.

Rupp und Geisert bezeichneten die weiter rückläufigen Zahlen bei den Verkehrstoten („historischer Tiefstand“) als positiven Trend. Dieser sei neben verbesserter Sicherheitsausstattung in den Fahrzeugen und verschärften Bußgeldvorschriften auch mit der „erfolgreichen und konsequenten Polizeiarbeit“ zu erklären. Die Verkehrsüberwachung, die in Geiserts Zuständigkeitsbereich fällt, stellte – vorwiegend bei Geschwindigkeitsmessungen – 2014 rund 130 000 Verstöße fest. Geisert kündigte an, dass in den kommenden Wochen wieder intensiver Abstandmessungen mit neuer Technik durchgeführt werden.  
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