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Polizei beschlagnahmt Potenzpillen bei Bodybulider

Saarbrücken/Blieskastel. Einen 40 Jahre alten Bodybuilder aus Blieskastel haben Ermittler des Landeskriminalamtes (LKA) im Visier. Der Mechaniker soll sich illegal Arzneimittel, insbesondere den Viagra-Wirkstoff Sildenafil, im Ausland besorgt haben und damit gehandelt haben. Auf die Spur des Mannes, der angeblich seit Jahrzehnten in der Bodybuilder-Szene aktiv ist, kamen die Ermittler über einen Hinweis aus einem Verfahren in einem anderen Bundesland. Auf richterliche Anordnung wurde die Post des Freizeitsportlers überwacht.

Die Fahnder entdeckten in Briefen, die aus Indien an den Mechaniker adressiert waren, 64 Tabletten mit dem potenzsteigernden Wirkstoff. Recherchen ergaben, dass die Medikamente, deren Einfuhr verboten ist, per Internet bestellt wurden. Bei einer Wohnungsdurchsuchung stellten die Polizisten verbotene Dopingmittel, wie Testostoron und Nandrolon in größeren Mengen, sicher. Der aktive Bodybuilder hatte offenbar einen Vorrat für den Eigenbedarf angelegt.

Über Ein- und Verkauf des illegal eingeführten Potenzmittels seit dem Jahr 2006 soll der Mann penibel Buch geführt haben. Wie es heißt, hat er sich mit dem Erlös jährlich eine Thailand-Reise finanziert. Bei dieser Gelegenheit soll er sich dann wieder mit neuen Medikamenten für den Muskelaufbau eingedeckt haben.

Dr. Martin Emmerich, LKA-Experte für gefälschte und illegale Arzneimittel, wies gegenüber unserer Zeitung darauf hin, eine aktuelle Studie komme „zu dem erschreckenden Ergebnis“, dass jeder fünfte Freizeitsportler im Fitness-Bereich regelmäßig Dopingpräparate, wie anabole Steroide, Wachstumshormone und artverwandte illegale Medikamente konsumiere. Eine Nebenwirkung der Dauereinnahme solcher Dopingmittel sei der Libidoverlust, also die extreme Einschränkung des Sexualtriebes, weshalb wiederum die Potenzmittel konsumiert würden. mju

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