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Polizei beschlagnahmt Waffen bei Jäger

Bliesen. Ausgerechnet bei einem Jäger haben Ermittler des Landeskriminalamtes.(LKA) ein Waffenlager ausgehoben. Entsprechende Informationen der Saarbrücker Zeitung bestätigte gestern LKA-Sprecher Dieter Appel. „Bei der Durchsuchung wurden 25 Waffen und vier Zentner Munition sichergestellt.“ Bereits am 1..Juli habe die Polizei zugeschlagen, wie erst jetzt bekannt wurde.




Gewehre sowie Pistolen legal erworben


Grund für die Razzia laut Appel: „Er hat gewisse Meldeauflagen nicht erfüllt“ und somit nach bisherigem Sachstand gleich gegen mehrere Paragrafen des deutschen Waffengesetzes verstoßen. Zwar besitze der Bliesener einen Waffenschein und habe auch die Gewehre sowie Pistolen ganz legal erworben. Allerdings sei der Beschuldigte mehrmals zwischen Deutschland und Frankreich umgezogen, habe dabei die Waffen sowohl in die eine als auch andere Richtung mitgenommen. Allerdings ohne dies den Behörden zu melden. Und nach deutschem Recht ist genau das strafbar. Eine einheitliche Handhabe innerhalb der Europäischen Union.(EU) gebe es nicht, sagte Dieter Appel.

Ist es üblich, dass ein Jäger an die 200.Kilogramm Munition privat aufbewahrt? Appel dazu: „Das kommt mir sehr viel vor.“
Die Saarbrücker Beamten des Landeskriminalamtes waren auf Grund anonymer Hinweise dem Jäger aus dem St..Wendeler Stadtteil auf die Spur gekommen. Entsprechende Schreiben hatte das Landratsamt in der Kreisstadt erhalten, wie die Kreisverwaltungssprecherin Fatma Schlaup informierte.

Unterlagen zur Staatsanwaltschaft unterwegs

Adressiert waren diese an die dortige Untere Jagd- und Waffenbehörde. Sie ist für die Vergabe von Jagdscheinen verantwortlich. Eben solch ein Schriftstück soll der Bliesener besitzen. Ob diese zeitlich befristete Erlaubnis verlängert wird, ist völlig offen. Denn derzeit ist es noch zu keiner Anklage gekommen. Denn: „Die Unterlagen sind erst zur Staatsanwaltschaft unterwegs“, erklärte Appel. Die entscheidet, ob es zu einem Gerichtsverfahren kommt. Außerdem legt sie fest, ob der Bliesener Jäger wieder an seine Waffen kommt. Bis dahin liegen sie in einer Asservatenkammer unter Verschluss.

Der beschuldigte Jäger ist seit April einer von fünf Jagdpächtern im Bliesener Revier. Die Jagdgenossenschaft, die Hunderte Grundstücksbesitzer in diesem Bereich vertritt, hatte ihn zum Jahresanfang gewählt. Wie deren Jagdvorsteher Thomas Müller gestern erklärte, habe er erst vor wenigen Tagen von der Hausdurchsuchung bei dem Jagdpächter Anfang Juli erfahren. Dennoch sollen diese Ermittlungen vorerst keinen Einfluss auf die Arbeit haben. Müller: „Es handelt sich um einen Jagdpachtvertrag über neun Jahre. So lange er nicht die Pachtfähigkeit verliert, hat der Pachtvertrag Bestand.“ Das könnte ihm beispielsweise blühen, sollte er durch ein eventuelles Urteil den Jagdschein abgeben müssen. Der ist für die Pacht unabdingbar.

Der Jagdpächter selbst war gestern nicht zu erreichen.

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