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Polizei hatte bei Maifeier am Jägersburger Brückweiher viel zu tun

  Es war eine Maifeier mit zwei Gesichtern, die gestern die Einsatzkräfte von Stadt, Polizei, Deutschem Roten Kreuz und DLRG am Jägersburger Brückweiher auf Trab hielt. Ging bis zum Mittag alles seine „gewohnten“ Bahnen, einschließlich der leider schon üblichen Negativ-Randerscheinungen, änderte sich gegen 14 Uhr der Charakter der der Feier deutlich. Ursache dafür war ein andauernder Wolkenbruch, der dafür sorgte, dass viele Spaßbesucher den Weg vorzeitig nach Hause antraten. Die Befürchtung der Ordnungskräfte in dieser Lage: Es könnten nur die bleiben, die entweder schon zu betrunken seien oder die, denen es nur ums Trinken gehe.



Polizeihauptkommissar Wolfgang Bach, Einsatzleiter der Homburger Polizei, fasste am Mittag die Lage bis dahin so zusammen: „Am Morgen war es recht friedlich. Wir hatten rund 300 Besucher am Weiher, es herrschte normale Partylaune und es war eigentlich nichts Besonderes.“ Gegen Mittag habe sich die Situation dann aber verändert, „es geht zunehmend aggressiver zu, bedingt durch den steigenden Alkoholkonsum. Und wir mussten jetzt schon jetzt die ersten Körperverletzungsdelikte bearbeiten.“ Bach machte klar, dass eben der einsetzende Regen für diese Veränderung mitverantwortlich sei. „Die Feierwilligen gehen jetzt nach Hause. Und es ist zu befürchten, dass nun vor allem die übrig bleiben, denen es vor allem ums Trinken und um Krawall geht.“

Diese Einschätzung Bachs teilte auch Wolfgang Rech, der Verantwortliche des Deutschen Roten Kreuzes vor Ort. Er erinnerte an eine vergleichbare Wetterlage im Jahr 2011. „Und das war hier das schlimmste Jahr für uns.“ Wegen dieser oft nicht kalkulierbaren Lageentwicklung sei es auch immer nötig, das „volle Programm zu fahren. Es ist nicht möglich, gegen Mittag noch zusätzliches Personal bereitzustellen.“ „Schlimm“ war auch das Wort, das Homburgs hauptamtlicher Beigeordneter Rüdiger Schneidewind gegen 16.45 Uhr im Gespräch mit unserer Zeitung wählte. Wie befürchtet, habe sich ein harter Kern von rund 150 meist jugendlichen Gästen vom schlechten Wetter nicht abschrecken lassen. „Polizei und DRK haben jetzt richtig was zu tun.“ So sollte sich über den Tag hinweg erneut auszahlen, dass die Verantwortlichen auch in diesem Jahr wieder ein enges Sicherheits- Netz geknüpft hatten, dass vor allem die Besucher der Jägersburger Maifeier selbst schützen sollte. Nichts desto Trotz und nach Rücksprache mit der Polizei hielt Schneidewind daran fest, den Brückweiher nicht zu sperren. „Das würde nur dazu führen, dass sich die Jugendlichen dann an anderen, nicht überwachten Orten treffen würden.“

Dass Homburg mit dem Problem ausartender Maifeiern nicht allein steht, zeigt eine Randnotiz: Beamte der Bereitschaftspolizei wurden gestern von Jägersburg abgezogen, um am Itzenplitzer Weiher einzugreifen.
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