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Polizei löst vier Mordkommissionen auf

Der Fundort der Leiche in Rehlingen und das Auto, in dessen Kofferraum Peter Pausewang aus Kirkel lag.

Der Fundort der Leiche in Rehlingen und das Auto, in dessen Kofferraum Peter Pausewang aus Kirkel lag.

Die Saar-Polizei hat vier von fünf Sonderkommissionen, die zur Aufklärung von Mordfällen eingerichtet wurden, aufgelöst. Dies bestätigte ihr Sprecher Georg Himbert auf Anfrage. Ein Fall, der so genannte Kofferraummord, kann als geklärt abgehakt werden. Die Staatsanwaltschaft hat – wie bereits berichtet – einen 44-Jährigen angeklagt, den Kirkeler Peter Pausewang Mitte Mai erschossen zu haben. Eine 55-jährige Versicherungsmaklerin soll ihn beauftragt haben.

Bislang ungeklärt sind die Fälle um den im Dezember 2012 offenbar von Einbrechern in seiner Wohnung getöteten 76 Jahre alten Rentner, der Mord an einem Säugling, dessen Leiche Mitte Juli im Gebüsch in der Nähe eines Verkehrskreisels in Kleinblittersdorf gefunden wurde, und der gewaltsame Tod eines Unternehmensberaters aus der Saarbrücker Bismarckstraße. Die Polizei gibt in diesen Fällen keineswegs auf, die Ermittlungen werden vielmehr im Dezernat „Straftaten gegen das Leben“ fortgesetzt. Himbert erklärte dazu: „Diese Mordkommissionen haben mit erhöhtem Personaleinsatz den größten Teil der Spuren und Hinweise abgearbeitet. Die jeweiligen Sachbearbeiter werden die weiteren Untersuchungen künftig in der Alltagsorganisation erledigen.“


Die Chancen, dass die Eltern des in Kleinblittersdorf entdeckten neugeborenen Jungen, der erwürgt worden war, noch gefunden werden, werden polizeiintern eher als gering eingeschätzt. Die Ermittler hatten unter anderem mit grenzüberschreitenden Öffentlichkeitsfahndungen Hinweise gesucht sowie Kliniken, Hebammen und Ärzte um Unterstützung gebeten.


Im Fall des ermordeten Unternehmensberaters gehen die Fahnder davon aus, dass „Täter mit krimineller Erfahrung“ am Werk waren und über eine Leiter in die Saarbrücker Wohnung einstiegen. Am Tatort wurden zwar Blut- und DNA-Spuren sichergestellt. Diese konnten bislang aber noch niemandem zugeordnet werden.
Aktiv bleibt derweil die Mordkommission (Moko) „Van“. Die Beamten ermitteln weiter im Fall um den Italiener G. (38) aus Sulzbach, dessen Leiche in einem Van auf einem Waldweg bei Bildstock entdeckt wurde. Die Ehefrau des Opfers sitzt in Untersuchungshaft. Die Fahnder gehen davon aus, dass es mindestens einen Mittäter gibt.
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