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Polizei warnt vor Güdinger Bahnübergang

Die Polizei warnt: Der Bahnübergang in Güdingen, an der Strecke über die die Saarbahn fährt, ist gefährliches Terrain.

Die Polizei warnt: Der Bahnübergang in Güdingen, an der Strecke über die die Saarbahn fährt, ist gefährliches Terrain.

Güdingen. Bahnübergänge gehören zu den gefährlichsten Verkehrsknotenpunkten. Das liegt schon alleine daran, dass ein tonnenschwerer Zug einen unglaublich langen Bremsweg hat. Umso unverständlicher ist es für die Betriebs-Bezirksleiterin der DB Netz AG, Isabel Milbradt und die Bundespolizisten Jürgen Jung und Eric Finkler, dass sich junge Leute aus Bequemlichkeit in große Gefahr begeben. Denn am Güdinger Bahnübergang ist es offenbar üblich, direkt über die Bahngleise auf den Mittelbahnsteig zu gehen, um sich den Weg durch die Unterführung zu sparen. „832 Fälle haben wir vergangenen Oktober innerhalb einer einzigen Woche gezählt“, berichtet Jung erschüttert. Schwerpunktzeiten seien dabei vor allem die Zeiten, wenn die Schüler zu der nahen Erweiterten Realschule oder der Grundschule wollen, oder von dort zurückkommen. Also zwischen sechs und acht Uhr, sowie zwischen zwölf und 14 Uhr.

Der Güdinger Bahnsteig mag ungefährlich erscheinen, weil dort meist Saarbahnzüge verkehren. Und das meistens recht langsam, weil sie ja am Haltepunkt stoppen oder gerade dort losfahren. Mehrmals am Tag kommen aber auch Güterzüge und französische Regionalzüge am Bahnsteig durch, und die dürfen dann bis zu 100 Stundenkilometer schnell unterwegs sein. Jung warnt scharf: „Wenn da einer nicht aufpasst, hat er keine Chance.“ Obendrein begehen Gleisgänger eine Ordnungswidrigkeit, die nach mit 25 Euro geahndet wird. Übergroße Schilder warnen vor der Gefahr, seit das Problem bekannt ist. „Größer können wir sie wirklich nicht machen“, seufzt Jung. Außerdem setzen die Beamten auf starke Präsenz am Bahnübergang.

Im Dezember und im Januar haben sie mit Überwachungsmaßnahmen reagiert, zeigten sich jeden zweiten Tag morgens und mittags am Haltepunkt. Der Erfolg fiel bescheiden aus, im Januar zählten sie erneut 236 unerlaubte Gleisüberschreitungen. Eine wirkliche Entschärfung der Situation gäbe es nach Einschätzung der Beamten, wenn das wahr wird, was sich Güdinger und Kommunalpolitiker schon seit Jahren wünschen. Ein barrierefreier Güdinger Bahnhof. Die wahrscheinlichste Lösung dafür: Statt eines Mittelbahnsteiges soll es dann zwei Seitenbahnsteige geben. Konkrete Pläne für den Umbau gibt es aber ebenso wenig, wie einen Zeitrahmen. Also hoffen Milbradt, Jung und Finkler, dass die jungen Leute einsichtig sind und die Eltern falls notwendig auf sie einwirken. Finkler: „Es wäre sicherlich förderlich, wenn die Sache zuhause thematisiert würde.“
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