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Polizei warnt vor heimtückischen Bettlern im Landkreis

Symbolfoto.

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Die miese Tour ist alt. Doch immer wieder schaffen es Täter, die Hilfsbereitschaft anderer auszutricksen. So sind sie zurzeit auch wieder im St. Wendeler Land unterwegs, um Opfer an der Nase herumzuführen.

Wie Volker Klos von der St. Wendeler Polizeiinspektion berichtet, schleichen vermeintliche Bettler von Ort zu Ort, von Haustür zu Haustür, um Menschen auszunehmen. Bereits sieben Fälle sind demnach den Ermittlern bekannt. Einmal schafften es Unbekannte sogar, einen älteren Mann auszurauben. Hier einige Vorkommnisse, von denen Klos berichtet: Oberlinxweiler: Am vergangenen Freitag tauchen um 13 Uhr angebliche Bettler auf. Sie sind in der Straße Am Flur unterwegs. Hier scheinen sie allerdings keinen Erfolg zu haben. Niederlinxweiler: 50 Minuten später erreicht die Polizei ein Anruf aus der Straße Zum Spiemont. Erneut tauchen fremde auf, die von Haus zu Haus marschieren. Eine Streife fährt vor, jedoch entdecken die Beamten niemanden, auf den die Beschreibung passt. Furschweiler, 14.38 Uhr, Rotheck: Ein Mann bittet um Essen und Trinken, bekommt dies auch. Er will hineingelassen werden. Doch die Bewohner weigern sich. Die Polizei trifft einen 30 Jahre alten Mann aus Rumänien an. Eine Straftat können sie ihm allerdings nicht nachweisen. Furschweiler, Freisener Straße, nur wenige Minuten später: Ein Betroffener informiert die Ordnungshüter über einen Mann, der vor der Wohnungstür steht. Der Bewohner zitiert den Fremden: „Ich bitte um eine kleine Geldspende für Zugticket nach Hause. Bin Ungar-Transilvanier und habe keine Arbeit und keine Wohnung. Vielen Dank.“ Der Angesprochene lässt sich nicht beeindrucken, rückt nichts Bares raus. Als die Polizei den Ort erreicht, ist der Bettler bereits weg. Biesen, 15.39 Uhr, Zum Augenborn: Alarmierte Ermittler nehmen die Personalien einer Rumänin (47) auf, die bettelt. Aber auch sie bleibt anschließend unbehelligt. St. Wendel , gleiche Zeit, Boschstraße: Beobachter melden eine Frau, auf zwischen 20 und 30 Jahre geschätzt. Die Polizei trifft niemanden an. Theley: Hier erwischt es einen tag später am Samstagvormittag einen Mann in der Flurstraße. Der 83-Jährige ist hilfsbereit, was zwei Frauen ausnutzen. Wie er schildert, klingelt es gegen 10 Uhr an seiner Haustür. Er öffnet, lässt den unerwarteten Besuch ein. Er begleitet sie ins Wohnzimmer, bietet ihnen einen Sitzplatz. Doch schon bald legen die beiden Komplizinnen mit ihrem tückischen Plan los. Eine Frau gibt vor, plötzlich an Durchfall zu leiden. Das ältere Opfer erlaubt ihr den Gang zur Toilette, außerhalb seiner Sichtweite ein Stockwerk höher. Kurz nach Mittag bemerkt er, dass ihm die Frauen übel mitspielten: Sie ließen 160 Euro mitgehen. Und damit nicht genug: Schon in den Tagen zuvor seien sie immer wieder bei ihm aufgetauht, habe er immer wieder mal die Frauen mit ein wenig Kleingeld unterstützt. Nun fahndet die Polizei nach den beiden Gaunerinnen, zwischen 25 und 30 Jahre, schwarze Haare, dunkler Teint.

Volker Klos ist diese Masche nichts Ungewöhnliches. Während der eine Ganove das gutgläubige Opfer ablenke, verlasse der andere den raum unter einem Vorwand und durchsucht die Wohnung nach Geld oder anderen Wertgegenständen, beispielsweise Schmuck. Mit dem Diebesgut machten sich dann die Täter aus dem Staub.

Die Ermittler suchen Zeugen dieser Vorfälle. Hinweise unter anderem an die Polizei St. Wendel , Telefon (0 68 51) 89 80.
  Zum Thema:

Ratschläge der Polizei bei Haustür-Bettlern: Niemals Unbekannte ins Haus/in die Wohnung lassen. Kontrolle über Türspion, Fenster, Gegensprechanlage. Energische Abwehr aufdringlicher Besucher: laut sprechen, um Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft und bei Passanten zu wecken; notfalls auch um Hilfe rufen. Verdächtige – Unbekannte, die um Häuser schleichen – den Ermittlern melden. Eigene Erlebnisse bei der Polizei anzeigen. hgn
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