A623 Friedrichsthal Richtung Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Herrensohr und Einmündung Rodenhof Bauarbeiten, linker Fahrstreifen gesperrt, Stau zu erwarten bis 19.10.2017 05:00 Uhr (17.10.2017, 16:49)

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Polizei will Sicherheitskonzept nach Gullydeckel-Würfen

Polizei: Ermittlung nach Gullydeckel-Wurf auf A 8 »schwierig«

Polizei: Ermittlung nach Gullydeckel-Wurf auf A 8 »schwierig«

Neunkirchen. Ein kriminelles Element versperrt den Weg für viele: Die Brücke über die A?8 in der Nähe der Abfahrt „Neunkirchen-City“ bleibt vorerst gesperrt. Von dort hat ein Gullydeckel-Werfer in diesem Jahr vermutlich bereits drei Mal das Leben von Auto-Insassen in Gefahr gebracht, die unter der Brücke hindurchfuhren. Von der Person, nach der wegen versuchten Mordes gefahndet wird, gibt es vorerst keine heiße Spur, bestätigte gestern Polizeisprecher Georg Himbert auf SZ-Anfrage. Auch das Aussetzen von 4000 Euro Belohnung für Hinweise hat (noch) nicht zum Erfolg geführt.

Nun sind die Gullydeckel im näheren Umkreis (Herrmannstraße) in Abstimmung von Polizei und Landesamt für Straßenbau (LfS) zugeschweißt. Als am schnellsten umsetzbare Sicherheitsmaßnahme wurde vor zwei Wochen die Brücke gesperrt. Das soll aber nicht auf längere Sicht so bleiben – das sagt die Polizei und das fordern die Neunkircher Rathaus-Verantwortlichen. „Das kann keine Dauerlösung sein“, sagten in dieser Woche im Stadtrat Oberbürgermeister Jürgen Fried wie auch Bürgermeister Jörg Aumann. „Wir müssen trommeln, damit es von Seiten des Landes nicht heißt: Wir brauchen die Brücke nicht mehr!“, so Aumann zur SZ. Er weist darauf hin, dass die Brücke in Richtung Franzosenweg stark von Fußgängern und Radfahrern fequentiert wird. Vor allem auch den Bewohnern von Schaumbergring und Altseiterstal dient sie als Zugang zum Erholungsraum Wald.

Polizei und LfS suchen nach Alternativen. Es komme etwa ein Fangnetzvorbau wie bei einer Eisenbahnbrücke in Frage, so Georg Himbert. Oder ein „Käfig“-Aufbau, der ein Hinabwerfen größerer Gegenstände verhindert. Derzeit nicht vorgesehen sind offenbar Videoüberwachung oder Ausleuchtung der Brücke. Sie gehören nach Ansicht der Neunkircher Rathaus-Veranwortlichen zu den „geeigneten Maßnahmen“, die sie in Schreiben an die zuständigen Saarbrücker Ministerien eingefordert haben.

Zur Vorgeschichte: Nachts von besagter Brücke geworfene Gullydeckel trafen im Juli einen Kleintransporter, im September einen Lkw an Dach und Windschutzscheibe. Nur durch viel Glück blieben die Insassen unverletzt. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang auch mit einem dritten Fall, bei dem bereits im März unter der Brücke ein Gullydeckel auf der Fahrbahn lag und darüberfahrende Autos beschädigte.


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