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Polizeiaufgebot bei Fußballspielen in der Kritik

Saarbrücken. „Je niedriger die Liga und Zuschauerzahlen, desto größer scheint das Polizeiaufgebot im Ludwigspark-Stadion zu sein“, sagt Rodenhof-Anwohner Sebastian Bauer. Der SZ-Leser-Reporter, der nach eigenen Angaben auch für andere Anwohner spricht, berichtet, dass die Einsätze zu „unnötigen Beeinträchtigungen“ im Verkehrsfluss führten.
Als jüngstes Beispiel führt er das Oberliga-Spiel zwischen dem 1. FC Saarbrücken II und dem FC Homburg an. Er könne einen verstärkten Polizeieinsatz wegen des brisanten Derbys zwar verstehen, sagt Bauer, „aber müssen es denn gleich über 20 Kleinbusse voller Beamte für rund 100 Fans sein?“. Nach seiner Meinung heizen solche Situationen auch die Debatte um die geplanten Einsparmaßnahmen im Polizeidienst an: „Hier werden doch Steuergelder unnötig verbrannt.“

„Fußball ist Emotion pur und hat mit Verstand nichts zu tun“, entgegnet Saarbrückens Polizeichef Peter Becker. Die Reaktionen der Anhänger würden oft vom Spielverlauf abhängen und seien im Vorfeld schwer einzuschätzen. Zudem seien die rivalisierenden Fanlager mobil. „Wir müssen deshalb oft aus der Situation heraus flexibel reagieren“, verteidigt er den Einsatz und ergänzt: „Wenn es um Leib und Leben geht, muss die Polizei da sein.“ Obwohl das erfolgreiche Dritte-Liga-Team des FCS mittlerweile mehr Zuschauer anlocke, habe man die Zahl der Einsatzstunden im Vergleich zu den Oberligaspielen der Saison 2007/2008 um etwa ein Drittel auf 15.000 reduzieren können. Diese positive Entwicklung habe man der Zusammenarbeit von Vereinen, Fanclubs und der Polizei zu verdanken, sagt er. Zudem sei die Zentralstelle „Szenekundige Beamte (SKB)“ eingerichtet worden, die Spiele ab der Oberliga nach einem „Ampelmodell“ von Grün bis Rot nach „Fan-Gewalt-Potenzial“ einschätze, erklärt der SKB-Leiter Frank Schmelczyrsch. Aufgrund dieser Einschätzung würde die Festlegung möglicher Polizeimaßnahmen erfolgen. Das Spiel zwischen dem FCS II und dem FC Homburg sei in die Kategorie Rot gefallen: „Ohne Polizei wären Steine geflogen“, sagt Becker. mv

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von mehreren SZ-Leser-Reportern. Wenn Sie Interessantes zu erzählen haben, wenden Sie sich entweder per SMS/Fax an Tel. (06 81) 5 95 98 00 oder Mail an: leserreporter@sol.de.



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