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Polizist sucht Püttlinger Temposünder - für eine Studie

Der angehende Polizeirat Torsten Krückemeier aus Beckingen wendet sich mit einem ungewöhnlichen Anliegen an alle Temposünder, die zwischen dem 20. März und dem 17. April in der Püttlinger Bahnhofstraße in die Radarfalle gingen und danach mit dem obligatorischen Anhörungsbogen einen Zusatzbogen geschickt bekamen. In diesem Schreiben erklärt die saarländische Polizei, warum sie Geschwindigkeitsmessungen vornimmt und welchen Einfluss die Messungen auf die Durchschnittsgeschwindigkeiten und die Zahl von Verletzten und Toten im Straßenverkehr hat. Krückemeier möchte mit möglichst vielen dieser Personen Telefoninterviews von etwa sieben Minuten Länge führen, und zwar auf wissenschaftlicher Grundlage. Die Teilnahme steht in keiner Verbindung mit dem jeweiligen Ordnungswidrigkeitsverfahren.

Der 33-jährige Torsten Krückemeier ist bei der Polizeiinspektion St. Johann beschäftigt und studiert derzeit mit dem Ziel, Polizeirat zu werden. In seiner Masterarbeit beschäftigt er sich mit der Frage, ob und wie das Problembewusstsein von Temposündern verändert werden kann.

Nach allem, was man weiß, ist es am sinnvollsten, „erwischte“ Autofahrer sofort zu stoppen und das Vergehen unmittelbar anzusprechen und zu ahnden. Dieser personelle Aufwand kann jedoch nur selten betrieben werden. Krückemeier hält es allerdings für plausibel, dass auch gut gemachte Informationsschreiben Eindruck auf Verkehrssünder machen können und dass sich dadurch deren Verhalten ändert.

Der Kontakt Krückemeiers zur Stadt Püttlingen kam durch den Chef der saarländischen Verkehrspolizei, Ralf Geisert zustande. Er hält das Püttlinger Projekt mit den sechs stationären Messanlagen für „fundiert“ und „gut gemacht“. Der Püttlinger Ordnungsamtsleiter Bernd Bläs sagte unserer Zeitung, er sei gerne bereit gewesen, für die Uni-Arbeit messpunktbezogene Daten zur Verfügung zu stellen. Krückemeier verfügt aus Datenschutzgründen allerdings nicht über Namen und Anschriften der etwa 1000 Fahrzeughalter, die in der besagten Zeit in der Bahnhofstraße auffielen. Er ist vielmehr darauf angewiesen, dass sich diese Personen bei ihm melden.

Zur Mitarbeit aufgerufen sind auch die bereits angeschriebenen Fahrzeugführer, die am Montag, 25. März, auf der L 108 zwischen Saarbrücken und Ensheim auffielen sowie am Dienstag, 2. April, auf der L 157 zwischen Losheim und Bachem.

Kontakt per Mail: verkehrsumfrage@dhpol-studenten.de

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