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Pop meets Klassik in Luxemburg: Deutsche Radio Philharmonie mit Amy Macdonald

Saarbrücken. „Erstaunlich, wie schnell die 2500 Karten weg waren“, findet Benedikt Fohr angesichts der ausverkauften Luxemburger Rockhal. Dort tritt der schottische Popstar Amy Macdonald am 17. Oktober mit der Deutschen Radio Philharmonie (DRP) auf. DRP-Manager Fohr freut sich, aber: „Wir müssen erstmal schauen, ob das etwas wird, seriös und qualitätvoll.“ Der Luxemburger Musiker Gast Waltzing schreibt die Partituren für die Übertragung von Pop ins Symphonische. 15 Songs aus Macdonalds ersten beiden Alben wird die DRP begleiten, zwei singt die Schottin allein. Geprobt wird nach einem Pariser DRP-Gastspiel ab dem 15. September, drei Tage lang in der Rockhal. Wann genau Macdonald dazustößt, ist noch unklar, was Fohr ein wenig zu spontan findet. „Ich glaube, mit der Logistik klassischer Konzerte ist sie noch nicht vertraut.“ Das Konzept ist anderthalb Jahre alt, Macdonald als Star hat sich kurzfristiger ergeben. „Die Planungen klassischer Konzerte sind lang, die Star-Zyklen im Pop kürzer – ein Konzert mit einem Künstler erst in zwei Jahren zu planen, ist riskant. Vielleicht ist der Popstar dann schon keiner mehr.“

Idee der Künstlerin und ihrer Plattenfirma

Das Luxemburger Konzert wird aufgezeichnet und soll auf dem kommenden Macdonald-Album zu hören sein, eine Idee der Künstlerin und ihrer Plattenfirma, des Branchenriesen Universal. „Ein Gegengeschäft“, findet Fohr, „sie kann die Aufnahmen nutzen und wir ihren Namen.“ Dieser Werbeeffekt, hofft er, soll die DRP an ein neues Publikum heranführen, an die jüngere SR 1-Hörerschaft, aber auch an Erwachsene, die ohne den Pop-Bonus kein klassisches Konzert besuchten.

Komplizierte Verhandlungen

Peter Meyer, SR-Pressesprecher und neben SR 1-Chef Christian Langhorst ideeller Vater von „Premium Live“, sieht den Nutzen auch international. Wenn die DRP auf einem weltweiten Bestseller vertreten sei, habe das eine enorme Außenwirkung – unabhängig von nun fließenden oder nicht fließenden Tantiemen für die DRP – da will Meyer nichts sagen, legt Partner Universal doch Wert auf Diskretion. Ohnehin habe er „noch nie so komplizierte Verhandlungen“ erlebt wie hier, wenn Management, Plattenfirma, eine Halle und ein Sender sich abstimmen müssen. Vom künstlerischen Erfolg ist er aber überzeugt – das Konzert werde nicht „die bekannten Rock-meets-Klassik-Klischees“ bedienen. Deshalb werde das Reihen-Debüt es erleichtern, außergewöhnliche Künstler zu gewinnen. Meyer: „Die Planungen beginnen direkt am Tag danach.“

Das Konzert am 17. Oktober ist ausverkauft, SR 1 verlost ab September Restkarten. Im SR Fernsehen läuft das Konzert am 10. Dezember.

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