L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Praktiker-Märkte werden in "Max Bahr" umbenannt

Die Zentralverwaltung der Baumarktkette Praktiker im saarländischen Kirkel.

Die Zentralverwaltung der Baumarktkette Praktiker im saarländischen Kirkel.



Kirkel. Praktiker wird Max Bahr – zumindest zum größten Teil. Das hat der neue Vorstandschef Kay Hafner gestern in der Mitarbeiterzeitung „Sägeblatt“ mitgeteilt. „Max Bahr ist seit der Akquisition im Jahr 2007 eine Stütze des gesamten Konzerns“, schreibt Hafner. Deshalb liege es nahe, „diese ertragsstarke Marke weiter zu stärken“. Faktisch heißt das, dass 125 der 235 Praktiker- Märkte zur höherwertigen Marke Max Bahr umgeflaggt werden. Auf diese Weise soll die Max Bahr von einem regionalen Anbeiter zu einer „führenden Baumarktkette“ in Deutschland werden. Von den übrigen Märkten sollen in diesem Jahr zehn Märkte im Rahmen der bisher beschlossenen Sanierung schließen. Weiteren 20 Märkte, die wegen anhaltender Verluste ebenfalls auf der Schließungsliste standen, bleiben mindestens bis zum Ende der Mietvertragslaufzeit bestehen. Die restlichen Praktiker- Märkte sollen wieder „stärker als Preis- und Kostenführer positioniert“ werden.

„Wir sind überzeugt davon, dass es besser ist, Praktiker auf seinen angestammten Markenkern zu fokussieren“, schreibt Hafner. Auch für die Mitarbeiter in Kirkel gibt es gute Neuigkeiten. Zwar will der neue Vorstand an den Umzugsplänen nicht rütteln – die vorgesehene Verlegung der Zentrale von Kirkel nach Hamburg soll weiter vorangetrieben werden – aber Hafner rückt von dem Vorhaben ab, Kirkeler Mitarbeiter in Tochterfirmen auszugliedern. Das bisherige Sanierungskonzept sah vor, die Bereiche IT, Rechnungswesen und Personalabrechnung im Saarland zu belassen und an Subunternehmer zu vergeben, die dann rund 180 Praktiker-Mitarbeiter weiter beschäftigt hätten. Nun sollen die Mitarbeiter weiter im Konzern beschäftigt bleiben. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Wirtschaftsminister Heiko Maas (SPD) begrüßen diese neue Entwicklung.

SZ-Informationen zufolge soll das Land auch Hilfe bei der Vermarktung zugesagt haben, wenn bald große Teile der Kirkeler Zentrale leer stehen. Das neue Konzept hängt jedoch noch davon ab, dass die Hauptversammlung am 4. Juli in Hamburg den neuen Finanzierungsrahmen in Höhe von gut 235 Millionen Euro absegent. Kernpunkt ist dabei ein Darlehen über 85 Millionen Euro, das von der Fondsgesellschaft Anchorage Capital Group zur Verfügung gestellt wird und laut einem Praktiker-Sprecher durch die Tochter Max Bahr besichert werden soll. Weiterhin soll das Grundkapital der Gesellschaft über eine Kapitalerhöhung um 60 Millionen Euro verdoppelt werden. Beides muss die Hauptversammlung ebenso genehmigen wie die Ausgabe von Optionsanleihen. Bereits in Verhandlungen ist Praktiker über die Ausweitung der bestehenden Kreditlinien auf 75 Millionen Euro.

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