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Praktiker: Wie geht es für die Beschäftigten weiter?

Die Gewerkschaft Verdi hat die gestern verkündete Teillösung bei Praktiker scharf kritisiert. Gestern hatte der Insolvenzverwalter der Praktiker-Tochter Max Bahr, Jens-Sören Schröder, bekannt gegeben, dass für die Übernahme der 78 Max-Bahr-Bestandsmärkte exklusiv mit der Baumarkt-Kette Hellweg verhandelt werde. Die übrigen Max-Bahr-Märkte, die im Rahmen eines Sanierungskonzeptes von Praktiker zu Max Bahr umgewandelt worden sind, sind von dem Verkauf nicht betroffen und sollen ebenso wie die Praktiker-Märkte abverkauft werden.

Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger kritisiert, das durch diese Teillösung „die Hängepartie über die Zukunft von tausenden Beschäftigten“ weitergehe. Mit der Einzelverwertung von rund 230 Standorten drohe die endgültige Zerschlagung und damit die berufliche Perspektivlosigkeit eines Großteils der Beschäftigten, sagt Nutzenberger.

Zumindest eine kurzfristige Lösung ist derweil für die Beschäftigten der Zentralen in Kirkel und Hamburg sowie für all die Praktiker-Märkte in Sicht, die für eine Umflaggung zu Max Bahr vorgesehen waren. Dazu gehört auch der Markt in der Mainzer Straße in Saarbrücken, der vor der Schließung steht. Gestern haben Mitarbeiter und Insolvenzverwalter eine Vereinbarung unterschrieben, die es den Mitarbeitern ermöglicht, in eine Transfergesellschaft einzutreten. Das bestätigte gestern Rechtsanwalt Markus Dönneweg, der den Praktiker Betriebsrat berät, nach einer Mitarbeiterversammlung in Kirkel. Die Mitarbeiter der Zentralen sowie der Märkte sollen noch in den kommenden Tagen eine Kündigung bekommen. Je nach ihrer Bedeutung im Abwicklungsprozess werden die Mitarbeiter zum Ende dieses Jahres, zur Mitte des kommenden Jahres oder spätestens zum Ende 2014 gekündigt.

Unklar bleibt, ob Hellweg bei einer Übernahme von Max Bahr weiter auf die zentralen Funktionen angewiesen sein wird, die in Kirkel angesiedelt sind.  jwo
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