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Prekäre Finanzlage beim Sozialkaufhaus

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Sulzbach. Bereits Ende April warb das Diakonische Werk an der Saar (DWSaar) bei den Sulzbacher Politikern für mehr Geld für das Sozialkaufhaus. Damals ging es um 20 000 Euro. Mit dem Geld wollte man mehr Bürgerarbeiter einstellen, die dann auch Aufgaben für die Stadt hätten erledigen können. Die Bitte wurde abgelehnt (wir berichteten). Nun geht es wieder um eine Bezuschussung, diesmal aber nicht für ein größeres Stellenangebot für Langzeitarbeitslose, sondern „zur teilweisen Finanzierung von Sachkosten sowie von Sozialarbeitern und Sozialarbeiterinnen“, wie der Fraktionsvorsitzende der Sulzbacher Partei Die Linke, Wolfgang Willems, in einer Pressemitteilung erklärt. Diesmal ginge es um 25 000 Euro.

Hans-Peter Haag, Fachreferent des Sozialkaufhauses beim DWSaar, erklärt die Lage: „Bisher wurden wir vom Biwaq- Programm (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier) des Bundes gefördert. Die Förderzeit ist jedoch mit dem 31. Oktober abgelaufen, daher haben wir Mittel bei der Stadt beantragt.“ Es gehe um eine Mitbeteiligung der Stadt, für die man ja auch Gutes tue. Die Bürger profitierten vom Kaufhaus, die Umwelt vom Recycling der Verkaufsware und man habe immerhin sechs Langzeitarbeitslose der Stadt als Verkaufshelfer engagiert und so in geordnete Arbeitsverhältnisse gebracht. 26 800 Kunden hätten 2011 die Sulzbacher Einrichtung des Diakonischen Werkes besucht.

Um Kosten zu sparen, habe man bereits Personal abgezogen. So seien von ursprünglich zwei Verkaufsleiterstellen nur noch eine besetzt, die Halbtagsstelle des Sozialpädagogen sei sogar ganz weggefallen. „Das Sozialkaufhaus ist in einer prekären Situation“, sagt Haag und: „Wir warten das Jahr noch ab. Weitere Mittel aus dem Biwaq wurden uns verwehrt. Wir überbrücken jetzt noch bis zum Jahresende in der Hoffnung, dass etwas kommt. Doch sollten die Kosten weiter wachsen, muss das Kaufhaus schließen.“ Die 25 000 Euro sollen in der Hauptsache Personal- und Verwaltungskosten decken, wie Haag weiterhin gegenüber der SZ erklärt.

Die Linke plädiert derweil in ihrer Pressemitteilung dafür, dem Wunsch des DWSaar zu entsprechen und die 25 000 Euro im Haushaltsplan 2013 zu berücksichtigen. Fraktionsvorsitzender Willems gesteht in dem Schreiben zwar ein, dass dann Einsparungen „bei anderen Etats“ nötig seien, will aber hierzu keine Vorschläge machen: „Hier sollte der Kämmerer Möglichkeiten von Umschichtungen aufzeigen, über die der Stadtrat abstimmen könnte. Dann würde den Bürgern und Bürgerinnen deutlich, wem das soziale Gewissen schlage.

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