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Premiere der "Neunkircher Winterwelt" war top!

Neunkirchen. Mitten in der „Neunkircher Winterwelt“ streckte er am Sonntagnachmittag seine Fühler aus: Der Frühling gab mit knapp zweistelligen Plusgraden und strahlend blauem Himmel einen Vorgeschmack auf die kommenden Wochen. Doch im Hier und Jetzt warteten Rodelbahn, Biathlonanlage, Bobanschiebebahn, Skiflugsimulator und Eisstockanlage auf die Wintersportler. Die kamen über die viertägige Veranstaltung zu Tausenden. Vielleicht nicht gerade die 50000, wie Stadt und Verkehrsverein als Veranstalter im Vorfeld erhofft hatten. Doch schaute man auf die Autokennzeichen, so waren nicht wenige mit WND, BIR, HOM oder SLS auf den Parkplätzen abgestellt. „Unser Ziel war, dass viele Leute in die Stadt kommen, vor allem von außerhalb“, zeigte sich deshalb Oberbürgermeister Jürgen Fried gestern Nachmittag „zufrieden mit der bisherigen Bilanz.“



Vorbehaltlich einer großen Manöverkritik, die mit allen Beteiligten am heutigen Montag erfolgen soll. Schließlich handelte es sich bei der Neunkircher Winterwelt um eine absolute Premiere, die bisher im Südwesten keine Vorbilder hatte. „Verbesserungswürdig sind sicher einige Dinge“, sagte auch Klaus Häusler. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, der als Ideengeber der Wintersportveranstaltung gilt, schleppte sich trotz Grippe durch die heiße Phase von Donnerstag bis Sonntag. Er betreute neben Ralf Niedermeier, dem Chef der Sportevent-Agentur „Niedermeier +“ die vier verpflichteten Wintersportstars und war auch Ansprechpartner für die rund 30 freiwilligen Helferinnen und Helfer, die an den Sportmodulen unermüdlich Dienst taten.

In ihren schicken, wärmenden Jacken waren die Helfer ein absoluter Hingucker und ein freundliches Aushängeschild für die Stadt. Wie etwa Anke John, die sich für die viertägige Veranstaltung extra Urlaub genommen hatte und am Samstag an der Eisstockbahn half. „Das ist schon anstrengend, aber die Rückmeldungen sind überwiegend positiv“, meinte sie lächelnd. Positiv bewertete auch Matthias Teufel die Teilnahme. Als Neunkircher Geschäftsführer der Firma Delwo, die auch als Sponosor fungierte, konnte er einige Mitarbeiter dazu motivieren, am Eisstock-Wettbewerb teilzunehmen. „Es gibt natürlich eine Lernkurve, aber bei der nächsten Veranstaltung sind wir wieder dabei.“

Manche erwachsene Besucher hatten sich vom sportlichen Angebot wohl etwas mehr versprochen, restlos begeistert waren jedoch viele Kinder und Jugendliche vor allem von der Rodelbahn, wo am Samstag „Papa-Tag“ war. Trotz schmelzenden Schnees juchzten die Kids, wenn sie mit ihren Vätern die Bahn hinunterrutschten. Offensichtlich enttäuscht waren einige Betreiber von Essens- und Getränkeständen, die über „sehr viel Leerlauf“ klagten. Die wenigsten wollten allerdings irgendjemanden dafür die Schuld zuweisen, es sei halt eine Premiere.

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