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Prinz Stefan II. aus Lebach nimmt an Empfang der Bundeskanzlerin teil

Saarbrücken/Berlin. „Isch bin der Hauptscheff“ oder „Du derfscht iwwa alles dummbraddle, awwer net iwwer die liwwe Gott“, sind zwei der zehn saarländischen Gebote. Damit und mit einem saarländischen Kochbuch, einer Flasche Maggi sowie einer guten Flasche Wein aus Perl machte sich der närrische Hochadel des Verbandes Saarländischer Karnevalsvereine (VSK) auf den Weg zur Bundeskanzlerin. Gestern empfing Angela Merkel 18 Prinzenpaare der Fastnachts-Nation in ihrer Berliner Residenz. Allerdings stand Prinz Stefan II. mit seinem Hofstaat alleine vor der Kanzlerin, denn ihre Lieblichkeit, Prinzessin Christina I., durfte aus gesundheitlichen Gründen nicht mitreisen.

„Ich habe der Frau Bundeskanzlerin die besten Grüße meiner Prinzessin ausgerichtet“, erklärte Prinz Stefan der SZ. Für den Verband und natürlich auch für das Adelspaar selbst war der Ausfall der Prinzessin ein dicker Wermutstropfen. Gerade jetzt, in der Hochzeit der fünften Jahreszeit, konnte des Prinzen Herzblatt die beiden wichtigsten Termine im Jahr nicht wahrnehmen. Die Hiobsbotschaft ereilte die Fastnachter bereits zur Narrenschau am Sonntag. Da verordnete der Arzt der Prinzessin Bettruhe. „Natürlich waren wir darüber todunglücklich, wollten aber versuchen, das Beste aus der Lage zu machen“, meinte der Prinz. Die Bundeskanzlerin habe ihm allerdings beste Genesungswünsche mit auf den Weg gegeben. „Sie ist ja sehr sympathisch“, schwärmte er nach der kurzen Begegnung mit ihr. „Sehr schön“ sei der Empfang gewesen, wo die Abordnung aus dem Saarland auch ihre Präsente überreichte.

Prinz Stefan II., aus dem Geschlechte der „Drachenhütenden Nullenkrätzer, Großfürst aller Ledertretenden Tanzmäuse in roten Juppen“, heißt im wahren Leben Stefan Lamberti, ist 29 Jahre alt und Steuerfachangestellter. Laufen, Fußball und Tanzen gehören ebenso zu seinen Hobbys wie die Fastnacht selbst. Ihre Lieblichkeit, Prinzessin Christina I., aus dem Geschlechte der „Bubacherberingten Nachtigallen, Großfürstin aller schadensregulierenden Amazonen jenseits der Theel“, heißt Christina Scheid, ist 30 Jahre alt und Versicherungskauffrau von Beruf. Mit ihrem Prinzen teilt sie sich die Hobbys, bis auf den Fußball. Stattdessen steckt sie ihre Nase viel lieber in Bücher. Seit drei Jahren sind die beiden ein Paar, leben in wilder Ehe zusammen. „Das kann sich aber vielleicht bald schon ändern“, verriet der Prinz. Und wie sollte es anders sein, das Paar hatte sich auf einer Fastnachtsveranstaltung kennengelernt.

Von den Elferrats-Kanzlern ihres Heimatvereins Carneval-Verein (CVL) Lebach wurden sie gefragt, ob sie das närrische Volk an der Theel regieren wollen. Dass sie nun gleich das Fastnachtsvolk der Saar anführen dürfen, kam für das Prinzenpaar überraschend. „Wir waren völlig überwältigt“, schwärmte der Prinz auch noch zwei Wochen nach der offiziellen Ernennung beim Prinzenfrühstück des Verbandes. Seither war ihr Terminkalender proppenvoll, als Repräsentanten der saarländischen Fastnacht freuten sie sich, „viele nette Leute aus den verschiedensten Vereinen“ kennengelernt zu haben.
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