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Projekt Moby Dick: Immer noch viele dicke Kinder im Saarland

Moby Dick ist nicht nur ein Wal aus einem Roman. Auch ein Therapieprogramm des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Saarland trägt diesen Namen. Darin sollen übergewichtige Kinder von acht bis 16 Jahren lernen, Spaß am Sport zu haben und sich gesund zu ernähren. Seit 2009 wurden 220 Kinder „durch das Programm bewegt“, sagt die Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes, Margarete Schäfer-Wolf.

Und sie verzeichnet ein positives Ergebnis: Fast 75 Prozent der Kinder waren erfolgreich. Den Erfolg bemisst der Verband dabei an Gewichtsreduktionen, aber auch an stabil bleibendem Gewicht und verbesserten Körperwerten. Marina Schulz, Moby- Dick-Teamleiterin: „Wir haben den Teufelskreis der permanenten Zunahme gebrochen.“

Doch das DRK gibt keine Entwarnung: Die teilnehmenden Kinder sind zunehmend stark fettleibig. Etwa 95 Prozent hätten schwere Adipositas, sagt DRKSprecher Martin Erbelding. „Und das, was wir in dem Programm erleben, ist ein Spiegel der Bevölkerung“, ergänzt Schäfer-Wolf. Dagegen will das DRK politisch vorgehen. Süßigkeiten sollten nicht als Nahrungsmittel angeboten werden oder zur Belohnung dienen, sagt Schulz. Denkbar seien strengere Regeln für Werbung und Platzierung in Supermärkten.

Übrigens: Die Gründe für das nicht erfolgreiche Beenden des Programms – etwa 25 Prozent der Kinder – seien die Bereitschaft und das Vermögen der Teilnehmer und Eltern, das Erlernte umzusetzen. „In vielen Fällen liegt ein Erziehungsproblem vor“, sagt Schulz. „Viele Eltern wissen einfach nicht, wie gesunde Ernährung geht.“ pam

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