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Protest: Förderverein nennt Saarbrückens Schwimmbadpläne "unsozial"

Es steht zu befürchten, dass das Dudweiler Freibad geschlossen wird. (Archivfoto Sommer 2012).

Es steht zu befürchten, dass das Dudweiler Freibad geschlossen wird. (Archivfoto Sommer 2012).



Saarbrücken. Horst-Peter Rauguth vom Förderverein Dudweiler Bäder moniert, dass die Bäderbetriebsgesellschaft das Gutachten an die Gesellschaft für Entwicklung und Management von Freizeitsystemen (GMF) vergeben hat. „Die Konkurrenz weiß anscheinend am besten, wie die Saarbrücker Bäder zu beurteilen sind.“ Die Schließung der Schwimmbäder schränke Gesundheitsförderung und Freizeitmöglichkeiten ein, vor allem von Familien, die sich keine Reisen leisten können. „Das ist höchst unsozial und ruft unseren energischen Protest hervor.“

Stefan Rabel, der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion Völklingen, sagt voraus, dass die Schulden zur interkommunalen Zusammenarbeit zwingen. Noch gebe es in Völklingen, Püttlingen und Altenkessel, also im Umkreis von wenigen Kilometern, zwei Hallenbäder, ein Kombibad sowie ein Freibad. Trotz der Bedeutung der Schwimmbäder müssten die Verantwortlichen wegen der Schulden über Stadt- und Gemeindegrenzen hinweg miteinander sprechen, wo Zusammenarbeit möglich ist. Dazu gehörten die Schwimmbäder.

Zu solchen Gesprächen sei die CDU-Stadtratsfraktion bereit. Einrichtungen wie Schwimmbäder müssten der Bevölkerung weiter „in angemessener Reichweite“ zur Verfügung stehen. „Eine umfassende Zentralisierung von Einrichtungen und Aufgaben in Saarbrücken lehnen wir ab.“ Lothar Schnitzler, Vorsitzender des Linken-Bezirksverbandes Saarbrücken-Mitte, sagt, die Bäderschließung sei „unter Spargesichtspunkten überflüssig“ und „sozial unverantwortlich“.

Die Linke bemängelt das Gutachten, das sich nur auf die Nutzerzahlen der zur Schließung vorgeschlagenen Bäder beziehe. Die städtische Bädergesellschaft müsse ein differenziertes Nutzerprofil liefern, „das den Umfang der Nutzung durch Schulklassen sowie durch Erwachsenengruppen mit speziellen Merkmalen und Handicaps aufzeigt“. Dies gelte auch für das behindertengerecht ausgebaute Kombibad in Altenkessel und das Freibad Dudweiler als letztem Bad im Sulzbachtal. red
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