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Proteste bei Jagd- und Naturtagen im Linslerhof

Überherrn. Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen haben gestern Tausende von Menschen auf den Linslerhof nach Überherrn gelockt. Dort lud SR 3 Saarlandwelle zur Landpartie – und zeitgleich fanden dort die zweiten Europäischen Jagd- und Naturtage statt, die Roman Wüst von der ansässigen Jagdschule organisiert hatte.

Zweite Europäische Jagd- und Naturtage

Stilecht der Beginn mit einer Hubertusmesse unter freiem Himmel an der Antonius-Kapelle. Reiter, Hundeführer und Falkner eskortierten Pastor Anton Heidger und die Gläubigen zum Gottesdienst. Das Bläserkorps Köllertal sorgte für die waidgerechten Klänge. Eine Tiersegnung schloss sich an die Hubertusmesse an.

Vor allem bei den Jägern stießen die anschließenden Vorführungen der verschiedenen europäischen Jagdhunderassen auf nachhaltiges Interesse. Die sonstigen Besucher hatten aber mehr Spaß an der Agility, einem Hundeturniersport für „jedermann“. Auch die Präsentation europäischer Greifvögel und Eulenvögel sorgte für großes Interesse bei den vielen Besuchern. Die Pferdefreunde kamen bei schönem Herbstwetter ebenfalls voll auf ihre Kosten: Es gab zahlreiche Dressur- und Springvorführungen. Zudem bliesen Jagdhorn-Bläsergruppen aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland „um die Wette“.

Leckereien vom Lande - Demo der Jagdgegner

Für Furore sorgten die Künstler mit der Motorsäge, die imponierende Schnitzkünste mit ihrem schweren Arbeitsgerät demonstrierten. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, – nicht nur auf dem stimmungsvollen Handwerker- und Bauernmarkt, wo es allerlei Leckereien vom Lande zu verkosten gab.

Kinder vergnügten sich derweil bei Ponyreiten und Kutschfahrten – eine Hüpfburg und das Kistenklettern gehörten ebenso zu den bevorzugten Aktionen.

Jedoch fanden gestern nicht alle Gefallen an den Jagdtagen in Überherrn: Vor den Toren des Linslerhofes demonstrierten Jagdgegner vom Wildtier- und Artenschutz e.V. An einem Informationsstand kritisierten sie zeitweise recht lautstark „die Lust am Morden in der Natur“, wie sie die Jagd bezeichneten.

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