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Prozess: Saarbrücker soll Jungen (11) missbraucht haben

Saarbrücken. Weil er trotz Kontaktverbotes einen kleinen Jungen zu sich gelockt und sexuell missbraucht haben soll, muss sich seit gestern ein 26-Jähriger vor dem Landgericht verantworten. Der mehrfach vorbestrafte Mann aus dem Regionalverband hat wegen Kindesmissbrauchs bereits zwei Gefängnisstrafen verbüßt. Im Zuge eines Strafprozesses im Oktober und November 2009, der mit der Verurteilung zu einer dritten Haftstrafe endete, soll er die Nähe eines elfjährigen Schülers gesucht haben.

Angeklagtem droht Sicherungsverwahrung

Im aktuellen Fall habe der Mann einen elfjährigen Jungen mit zu Fußball-Spielen genommen und bei sich übernachten lassen. Die Mutter habe geglaubt, der Bub übernachte bei einem Klassenkameraden. Während einer dieser Nächte habe der Angeklagte das Kind sexuell berührt. Sollte sich dies nun bestätigen, so droht dem 26-Jährigen die Einstufung als gemeingefährlicher Straftäter und die dauerhafte Unterbringung hinter Gittern.

Der Mann stammt aus zerrütteten Familienverhältnissen, lebte lange in Heimen. Dort hatte er wohl erste sexuelle Kontakte. Mit 16 Jahren wurde er erstmals zu einer Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauchs eines Jungen unter 14 Jahren verurteilt. Mit 20 Jahren folgte die nächste Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe.

Mann hielt sich nicht an Auflagen

Bei der Entlassung wurde der Mann unter Führungsaufsicht gestellt, durfte keinen Kontakt zu Kindern aufnehmen und sich Schulen und Jugendtreffs nicht nähern. Aber daran hielt sich der Mann nicht. Er arbeitete als Jugendtrainer für Fußballvereine, sprach Jungen auf einem Spielplatz oder an einer Kreuzung an. Wegen Verstoßes gegen seine Führungsaufsicht wurde er deshalb vom Landgericht im November vergangenen Jahres zu drei Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Und während der Angeklagte in Freiheit auf die Ladung zum Antritt dieser Haftstrafe wartete, soll er sein nächster Opfer angelockt und missbraucht haben. Der Prozess wird fortgesetzt.
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