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Prozess um mutmaßlichen Drogen-Ring in Saarlouiser Kaserne

Symbolfoto.

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Vor dem Saarbrücker Landgericht läuft zurzeit ein Prozess gegen einen mutmaßlichen Drogenring in der Saarlouiser Graf-Werder-Kaserne. Vier Männer sind angeklagt, und fünf Versionen der Geschichte – die verschiedenen der Angeklagten und die der Staatsanwaltschaft – stehen im Raum.

Fest steht, dass der Angeklagte Arie C. (29) am 25. September 2014 vor der Graf-Werder-Kaserne in Saarlouis festgenommen wurde. In der Papiertüte einer Fastfood-Kette hatte er 551 Gramm reines unverschnittenes Amphetamin dabei. Er soll das Rauschgift zuvor in einem Lagerkeller der Kaserne von Stabsunteroffizier Benjamin G. (29) gekauft haben. Der Preis für die Drogen habe 2100 Euro betragen, davon habe er 1800 Euro bezahlt.

Eine weitere Lieferung von 500 Gramm Haschisch sollte Arie C. laut Anklage am nächsten Tag von dem Stabsgefreiten Jamil H. (24) erhalten.Dazu kam es wegen der Festnahme aber nicht mehr.

Eine weitere Person in dem Verfahren ist der 29-jährige Heiko B. aus Losheim. Er soll Drogen in kleineren Mengen an verschiedene Abnehmer verkauft haben. Sein Lieferant soll Arie C. gewesen sein. Beide bestreiten das. Heiko B. sagt, dass er gelegentlich Bekannten mit etwas Haschisch aushelfe. Das beruhe aber auf Gegenseitigkeit. Einen Gewinn mache er nicht. Ebenso bestreitet Arie C., mit Drogen zu handeln. Er behauptet, nur Haschisch für den langfristigen Eigenbedarf wegen ständiger Schmerzen in der Kaserne gekauft zu haben.

Der angeklagte Stabsgefreite belastet seinen Vorgesetzten, den mitangeklagten Stabsunteroffizier. Er habe ihn zu Drogengeschäften überreden wollen und er sei nur zum Schein darauf eingegangen und habe vorgespielt, Drogen beschaffen zu können. Im Übrigen werde „beim Bund mehr mit Drogen gedealt als sonstwo“. Vor seiner Bundeswehrzeit sei er „komplett clean“ gewesen. Gegen beide Soldaten läuft ein Disziplinarverfahren, das bis zum Urteil im Strafprozess ruht. Die Haftbefehle gegen die Soldaten sind außer Kraft. Die zivilen Angeklagten befinden sich aber in Untersuchungshaft.

Der Prozess wird fortgesetzt. Es sind Termine bis Ende April anberaumt.
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