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Prozessbeginn: Brutaler Überfall auf vier Menschen

Vor dem Landgericht begann gestern der Prozess gegen eine 29-jährige Mutter von vier Kindern und fünf Männer im Alter zwischen 20 und 24 Jahren. Die Angeklagten sollen im September vergangenen Jahres in ein Wohnhaus in Bruchhof eingedrungen sein und die Bewohner schwer misshandelt haben.

Saarbrücken/Homburg. Gestern begann vor dem Landgericht der Prozess gegen eine 29-jährige Frau aus Güdingen und fünf Mitangeklagte im Alter zwischen 20 und 24 Jahren. Den Angeklagten wird bewaffneter Raub, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Freiheitsberaubung und Ausspähen von Daten vorgeworfen.

Nach dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft hat sich am 21. September 2008 folgendes zugetragen. Die Angeklagten fuhren mit drei Autos zu einem Wohnhaus in Homburg-Bruchhof, wo sich zwei Frauen, eine damals 20-Jährige und eine 19-Jährige sowie deren Freunde, zwei US-Soldaten im Alter von 24 und 36 Jahren, aufhielten. Eine der Frauen hatte kurz zuvor eine mehrjährige Beziehung zu einem der Angeklagten, beendet. Die angeklagte Frau wollte sie deswegen zur Rede stellen. Zusammen mit vier der Angeklagten klingelte sie an der Haustür. Der verlassene Freund blieb abseits und wartete im Wagen. Über die Türsprechanlage erklärte die Angeklagte, sie sei mit einer Freundin da und wolle über die Trennung reden. Als geöffnet wurde, drangen alle fünf in die Wohnung ein. Die erschrockene Frau an der Haustür, wurde an den Haaren gepackt, mit Faustschlägen ins Gesicht traktiert und als "Schlampe" und "Bitch" (Hure) beschimpft. Von der Diele wurde sie an den Haaren ins Wohnzimmer geschleift.

Inzwischen waren die übrigen Hausbewohner hinzu geeilt und es kam zu heftigen Auseinandersetzungen. Die Angreifer versetzten ihren Opfern noch Fußtritte, als sie bereits am Boden lagen und schlugen einem der Soldaten den Kopf auf den Boden.  Der andere wurde mit einem Messer am Hals in Schach gehalten.

Einige der Angeklagten durchstreiften das Haus nach stehlenswerten Gütern. Sie ließen zwei Laptops, einen PC mit Flachbildschirm, zwei Handys und eine Spielkonsole mitgehen. Am gestrigen ersten Verhandlungstag ließ die Angeklagte durch ihren Anwalt mitteilen, sie werde im Laufe des Prozesses eine Erklärung abgeben, wonach sie die Tat einräumt und gesteht, Triebfeder für den Überfall gewesen zu sein. Vier der fünf Mitangeklagten haben bisher nur Angaben über ihren Lebenslauf gemacht. Der Fünfte hat seine Beteiligung am Überfall gestanden. jht

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