L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (19.09.2017, 01:43)

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Prunksitzung "M'r sin nit so": Viel Politprominenz in der Saarlandhalle

 
Saarbrücken. Ein skurriler Tanz aus Korea, Gangnam-Style genannt, steckte erst den Elferrat der „M'r sin nit so“ an, bevor er später auf das gesamte Publikum überschwappte – ein lustiger Anblick. Lustig war auch das, was „da Hausmeischda“ (Willi Jost) zu berichten hatte. „Ei wo sinn ma dann?“, fragte er und ließ sich über die jungen Leute von heute aus. „Kaufen sich ein Handy von dem Geld, was sie nicht haben, um mit Leuten zu telefonieren, die sie nicht kennen“, beschrieb er. Auch Liedermacher Seitz zog auf seine Weise gnadenlos Bilanz. Er ist ein Mann der klaren Worte, sprach am Samstagabend mit seinem Liebeslied für die Saar den Saarländern aus dem Herzen. Hintergrund war die verbale Entgleisung des hessischen FDP-Fraktionschefs Wolfgang Greilich, der das Saarland als eine „nur historisch erklärbare Störung im föderalen Gleichgewicht“ sieht. Das ließ den Adrenalinspiegel des Liedermachers in die Höhe schnellen. Nein, die Saarländer brauchen sich das nicht gefallen zu lassen, so der Tenor.

Wichtrud Chippendale (Thomas Kieffer) sinnierte über das Glücksspiel. Vom Rubbellos mit eingesetzter Glücksspirale und dem Angebot auf „Supersechs“ stellte er das Lottospielen eindeutig in die Zweideutigkeit. Bevor er loslegte, forderte er vom Publikum den Gangnam-Style. Zuvor brachte ein Nachwuchsmitglied aus den Reihen der „M'r sin nit“, Fabienne Müller, den Elferrat dazu, sich diesem Tanz hinzugeben. Ein weiteres talentiertes Exemplar aus der jungen Generation ist Felix Schäck, der das Casting der Narren für sich entschied. In der Bütt bewies er, dass er sich das redlich verdient hatte: Felix wollte sich erstmals ohne Familie auf den Weg in den Urlaub machen. „Dies Joar geht's net in de Schwarzwald, mein Entschluss steht fest“, verkündete er. Zunächst in Losheim am See gestrandet, landete er am Ende wo? Im Schwarzwald. In Reimen und gepflegtem Saarbrücker Platt plapperte er seine Erlebnisse aus.

Garanten für einen Angriff auf die Lachmuskeln sind Jääp und Jolanda (Günther Tannrath und Helene Rauber). Die Zungenbrecher-Einlage über ihr neues Bad sorgte für Stimmung. Matte Platten, glatte Platten, Platten ohne Placken… Auf das Lied „Pretty Woman“ haben sie ihr Leid geklagt.

Die erste Rakete des Abends startete das närrische Volk allerdings für den tänzerischen Nachwuchs. Die ersten 30 Minuten, noch vor dem offiziellen Startschuss, gehörten der Jugendgarde, dem Tanzmariechen Katharina und den Minis, die sich als kleine Löwen feiern ließen. Die älteren Tänzer der „M'r sin nit so“ glänzten im Hauptprogramm. Dazu gehörte die Juniorengarde als amtierender Vize-Saarlandmeister oder Tanzmariechen Emely, ihres Zeichens Saarlandmeisterin.

Die letzte Rakete des Abends bekam die Grand Dame aus Kaltnackisch, Elfriede Grimmelwiedisch (Ewald Blum). Das närrische Volk erwies ihr mit Standing Ovations die Ehre, und Grimmelwiedisch genoss beim Einzug in die Halle das Bad in der Menge.

Die Fernsehsitzung der Karnevalsgesellschaft „M'r sin nit so“ wird am Samstag, 9. Februar, ab 20.15 Uhr im SR-Fernsehen übertragen.
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