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Psychodruck Grund für Bankraub?

Saarbrücken. Ein 55-jähriger Versicherungsagent soll am 7. Dezember mit vorgehaltener Waffe rund 21 000 Euro erpresst haben. Die Staatsanwältin hält den Mann der schweren räuberischen Erpressung für überführt. Das Gesetz sieht für Fälle, in denen eine Waffe im Spiel ist, eine Mindeststrafe von fünf Jahren vor. Sie forderte drei Monate mehr. Der Angeklagte vermittelte neben Versicherungen auch Geldanlagen. Zahlreiche Anleger fühlen sich jedoch betrogen, woraufhin die Staatsanwaltschaft ermittelte. Dadurch stand der Angeklagte unter starkem Druck. Hierin sah der Verteidiger Strafmilderungsgründe: Der Angeklagte sei in die Hände skrupelloser Kreditgeber geraten. Anfangs habe er monatlich zehn Prozent und später 15 Prozent Zinsen zahlen müssen.

Dazu habe der Vermittler von ihm eine Provision von fünf Prozent erhalten. Allein für die Vermittlung habe er über 90 000 Euro bekommen. Seine Gläubiger drohten seiner Familie mit Entführung und Misshandlung. In dieser ausweglosen Situation sei es zur Tat gekommen. Bei dem Überfall habe er nur die Spielzeugpistole seiner Tochter dabei gehabt. Die habe er später in die Saar geworfen. Die echte Pistole habe er einem Freund gegeben, über diesen kam sie zur Polizei. Vor dem Überfall habe er die siebenfache Menge seines Medikamentes eingenommen. Dem Gutachten, nach dem die Schuldfähigkeit nicht beeinträchtigt gewesen sei, sei nicht zu folgen. Eine Strafe von drei Jahren sei angemessen. In seinem letzten Wort betonte der Angeklagte seine Sorgen über die Bedrohung seiner Familie und über seine Krankheit. Er sei sich sicher, nur die Spielzeugwaffe dabei gehabt zhu haben Das Urteil wird am kommenden Dienstag erwartet. jht
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